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Full text : Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

und durchgeführt werden müßte. Aber ein Krieg
um das Leben des Volkes selbst, vom Volke in
feiner Gesamtheit geführt mit dem Entschluß, feinen
Sieg allen, besonders aber denen, die feiner am bedürftigsten
 sind, zugute kommen zu lassen, pfui,
wie ordinär! Das haben die Nazis vom Bolschewismus
 gelernt!

Wir haben es weber von ihm gelernt, noch
wirb solches im Sowjetsystem angestrebt. Dort führt
man Krieg unter brutaler Ausnützung ber Volkskraft
 zugunsten einer kleinen usurpatorischen, meift
jüdischen Führungsschicht. Bei uns aber ift ber
Krieg eine Sache des ganzen Volkes. So wie unsere-
 Feinde uns eingestandenermaßen als Volk dernichten
 wollen, fo setzen wir uns als Volk bagegen
mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur
Wehr. Die kämpfenbe unb arbeitende Gemeinschaft
dieses Volkes hat ein Unrecht darauf, daß bie Führung
 alle Reserven ber Nation bafür mobilisiert.
Je kompromißloser fie babei verfährt, umsomehr
kürzt fie bie Dauer des Krieges ab unb beschleunigt
fie ben Sieg. Jeder, ber sich bagegen sträubt ober
auch nur baran vorbeizudrücken sucht, ift ein Rriegsverlängeret
 unb muß als solcher erkannt unb gebranbmarkt
 werben. Wir haben keine anbere Wahl,
als zu siegen, unb es liegt im Interesse unferer
Volksgesundheit unb Volksmoral, alle verfügbaren
Kräfte einzusetzen, um fo schnell wie möglich zum
ersehnten Ziel des siegreichen Friedens zu kommen.
Wer das nicht einsieht, ber muß zu biefer Einsicht
gezwungen werben. Wir glauben nicht, daß ein anständiger
 Patriot etwas bagegen einzuwenden hätte.
Also laßt uns aufs Ganze geben.

Wir haben schon oft in ber Geschichte ber
nationalsozialistischen Bewegung vor einer ähnlichen

Notwendigkeit gestanden. Ruch ba mußten wir uns
manchmal über viele Hemmungen unb Einwände
hinweg zur Klarheit unferer Entschlüsse burchringen;
unb hatten wir fie einmal gefaßt, bann fiel es uns
wie Zentnerlast oom Herzen herunter. Wir haben
biefen Krieg nicht gewollt, er würbe uns aufgezwungen.
 Er ift in feinem Verlauf für uns ein
Kampf um Sein ober Nichtsein geworben. Das muß
jeder non uns wissen. Nicht mehr hinter uns, nur
noch DDE uns liegt ein Weg. Wir haben es mit
Segnet zu tun, bie kein Mittel scheuen, uns ben
Sieg ftreitig zu machen. Dagegen müssen wir mit
einem fanatischen Eifer im Kampf unb in ber Arbeit
bestehen. Wenn wir Engelszungen zum Reden hätten,
wir würben uns ihrer täglich bebienen, um auch dem
Letzten in unferem Volke klarzumachen, was in biefem
Kriege für uns auf bem Spiele steht, wie nahe wir
aber auch dem Siege sind, wenn wir alles daransetzen
 unb keine Minute versäumen, um ihm zu bienen.

Wir Nationalsozialisten finb einmal ausgezogen,
um ein Reich zu erobern. Wir wuszten genau, daß
wir babei mit unferem Leben spielten unb daß wir
es verlieren würben, wenn wir ben Kampf verlören.
Das erft gab uns bie Kraft, ihn zu gewinnen. Heute
stehen wir als Volk vor derselben Alternative. Diefe
Erkenntnis macht uns nicht schwach, fonbern stark.
Erst das Gefühl, auf uns selbst gestellt zu fein, dermittelt
 auch das Bewusztseiu ber absoluten unb souveränen
 Sieghaftigkeit. Der Feind will ‘uns total
vernichten. So laßt uns also total Krieg führen, um
total zu fiegen, ,

Darum muß das Mildeste an uns, wie Friedrich
Nietzsche fagte, noch zum Härtesten werben. Wir müffen
schon über uns selber steigen, hinan, hinauf, bis wir
auch unfere Sterne noch unter uns haben.

Unfälle gefährden den Sieg!

Wer heute mit den Händen schallt,

Darf eines nie vergessen:

Am deutschen Werkmann wird die Kraft

Der deutschen Front gemessen.

Kein Sensenhieb, kein Spatenstich,

Der nicht dem Siege nützte,

Kein Hammerschlag, kein Feilenstrich,

Der nicht die Kampffront stützte.

Der Panzer, der die Bresche bricht,

Das Boot in Meerestiefen,

Das Flugzeug hoch im Sonnenlicht,

Es ist, als ob sie riefen:

Vom Werkmann holt die Front die Kraft

Zu immer neuen Siegeu,

Drum lass sich niemand, der da schafft,

Vom Unfall unterkriegen!

Unseremännerheime feiern Weihnacht.

E.H..

Erstmalig versammelten sich am 19. Dezember

1942 bie Arbeitskameraden ber beiden Männerheime

 zu einer kleinen Gemeinschaftsfeier, bei ber

auch unser Betriebsführer, ber Betriebsobmann unb

Sozialwalter zugegen waren.

Mac einleitenden Worten, welche bie Bedeutung
 ber deutschen Weihnacht zum Inhalt hatten,
brachte das Werks-Bläserquartett zwei stimmungsvolle
 Weisen zu Gehör.

Mac gemeinfamem Abendessen erfreuten uns

brei Arbeitskameraden mit ihren Instrumenten durch

wirklich schön vorgetragene Märsche unb Lieder, bis

ber Zeiger ber Wanduhr baran mahnte, daß ber

beste Schlaf nor Mitternacht fei. 1

Zufrieden unb hocherfreut trat_man ben Heimweg
 an, mit bem Bewusstsein, daß Kameradschaft
unb Betriebsgemeinschaf auch auf diese Art unb
Weise gepflegt unb vertieft werben.
            
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