Station. Da muß man oft das Herz in beide Hände
nehmen ob all dem Leid, das man sieht. Aber mit
Mitleid allein ist da nichts geschafft, da heiszt es
tüchtig zugreifen und für alle Mühe und Plage ist
es für uns der größte Lohn, wenn man sieht, wie
es mit den Mlenschen wieder bergauf geht. Aller-
dings ist die Freude für uns immer sehr kurz, denn
nach eingetretener Besserung geht der Landser in
die Heimat und das Gesundpflegen übernimmt bann
bie Heimatschwester. Trotzdem, meine Zeit ift von
Arbeit fo ausgefüllt, daß ich empfinde, ich stehe
nun am richtigen Platze.
Grüße Sie und bie ganze Gefolgschaft, wünsche
alles Gute unb Schöne fü bie Zukunft und
schliesse mit Heil Hitler !
Aus Betrieb und fjeimat
Unser Kreisleiter beim Betriebsappell im Werk Steinebach.
Am 19. Februar 1943 mürbe im Werk Steine-
bach ein Betriebsappell abgehalten, zu welchem unser
Kreisleiter Pg. Mahnert erschienen mar.
Der Betriebsobmann konnte ihm beim Eintritt
in den geschmackvoll ausgestalteten Appellraum, 580
versammelte Gefolgschaftsmitglieder melden.
Mach Begrüßung burch den Betriebsführer
nahm Kreisleiter Pg. Mahnert das Wort unb ge-
wann gleich zu ‘Beginn feiner Rede bie Kufmerksam-
keit sämtlicher Zuhörer. Von ber Tatsache ausgehend,
daß mir in ber Heimat vom eigentlichen Rriegsge-
schehen bisher noch verhältnismäßig menig zu spüren
bekamen unb das Zeitgeschehen nun einen totalen
Krieg erfordert, schilderte er u. a. auch ben damaligen
Kampf um bie Macht im deutschen Reich. Schon
damals mürben Judentum unb Kommunismus durch
ihre Rampfesweise als unsere größten Seguer erkannt
unb ihnen deshalb auch mit ben geeigneten Mitteln
entgegengetreten. Nur dadurch unb burch den un-
gebrochenen Willen zum Siege konnte ber National-
Sozialismus bie Macht im Staate erringen unb so
ben Untergang beS deutschen Volkes zeitgerecht ver-
hüten.In bem unS aufgezwungenen Krieg, fo führte
ber Kreisleiter weiter aus, kannte baS deutsche Volk
nur Siege am laufenden Band unb murben mir, baS
gestehen mir offen ein, dadurch etroaS verwöhnt, beim
baS, was unsere siegreiche Wehrmacht in fo kurzer
Zeit erkämpfte, muhte eigentlich, zu biefer Einstellung
führen. Niemand dachte deshalb in biefem großen
schweren Ringen daran, bah unter Umständen auch
ein Rückschlag eintreten könnte. Stalingrad nun be-
lehrte uns eines anderen unb mir müssen daraus
bie Notwendigkeit erkennen, daß ber Kr:eg nun ins
Stadium ber Totalität gerückt ist Der Redner be-
handelte nun in leicht verständlichen Worten die ge-
gebene Tatsache, bah auch wir in der Heimat in bem
nun einsetzenden totalen Krieg unseren totalen Ein-
satz geben muffen und betonte hierbei, bah totale
Kriegsführung nicht bloß Aufgabe beS kämpfen-
ben Solbaten ift, sondern bah in ber Heimat alle
noch zur Verfügung stehenden Rraft-Reserven un-
bedingt zum Einsatz gebracht merben müssen, um
dadurch ben Krieg abzukürzen unb ben Sieg um
jeben Preis zu erringen.
Zum Schluß ermahnte unser Kreisleiter alle
Arbeitskameraden unb Rameradinnen, ihre Leistun-
gen auch im Betriebe noch auf baS Bestmöglichste zu
fteigern unb bie Maßnahme des totalen Einsatzes
aller noch verfügbaren Kräfte zu unterstützen.
Diese eindrucksvollen Worte fanden bei allen
Verammelten Verständnis, was durch ben stürmischen
Beifall sichtlich zum Ausbruch kam.
Der Betriebsobmann bankte nun bem Rreis-
leiter und schloß ben Appell mit bem Sruh an unseren
Führer unb ben Ciebern ber Ration.
[o]
In
Dank!Der Gefolgschaft sage ich herzlichen Dank für die mir zu meinem
88. Geburtstag ausgesprochenen Wünsche. Ein siegreiches Kriegsende möchte
uns alle in unserer Firma beisammen sehen und mir noch Friedensjahre
vergönnt sein, um für Firma und Heimat in bescheidenem Maße noch mit-
wirken zu können. Heil Hitler!
VIKTOR HÄMMERLE
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