es an Rühle und andererseits an wienerischem Humor
nicht fehlte. Hierauf eröffnete Btrf. h. Ung. Rud.
Hämmerle einen Appell, in welchem er im Namen
der Betriebsführung und der Geschäftsleitung den
Gefolgschaftsmitgliedern feinen Dank und seine Anerkennung
aussprach mit her Bitte um weitere Gefolgschaftstreue.
Anschlieszend sprach Kreisobmann
Pg. Ziegler im Namen der NsoAp und der DAT
anerkennende Worte zu den Jubilaren und richtete
hierauf einen tiefempfundenen Appell an die Gefolgschaft,
dessen wahrer Sinn die Aufforderung war,
daß wir durch zähe und harte Arbeit sowie unermüdlichen
Fleiß, der Front beweisen müssen, daß wir
in der Heimat ihrer würdig und gewillt find, die
Produktion zu schaffen, welche die Front benötigt.
Am Abend des 9. 2. wurde der erfte Gefolgschaftsabend
in Teesdorf zur Ehrung unserer Jubilare
abgehalten und es war uns eine besondere Freude,
daß Herr Bürgermeifter Pg. Obernhuber sich den ganzen
Abend zur Verfügung gestellt und ohne Zweifel durch
feine Anwesenheit, die Bedeutung der Betriebstreue
anerkannt hat. Zur Zusammenstellung dieses Abend
stand dem Betriebsobmann Pg. Betterle wenig Zeit
zur Berfügung und daß der Abend einen so humorvollen,
befriedigenden Verlauf nahm, ift ein Zeichen
dafür, mit welcher Liebe und Aufmerksamkeit er sich
diefer Aufgabe zur Freude feiner Rameraden gewidmet
hat und es soll ihm in erfter Linie hiefür der Dank
ausgesprochen werden. Daß der Gasthof Bauer in
verhältnismässig schweren Zeiten auch sein Bestes
getan hat, wollen wir bankbarerweife nicht unerwähnt
laffen.
Besonders genannt müffen jene Gefvlgschaftsmitglieder
werden, welche in uneigennütziger Weise
zur Gestaltung des humorvollen Teiles des Abends
in Form von Theaterstücken und Gesang sich zur
Berfügung gestellt haben. Wir hoffen, daß unsere
Rametadin Pgn. Pezolt auch weiterhin ihre Initiative
für derartige Zwecke zur Berfügung stellen wird. Die
Teesdorfer Schrammeln, welche wir hossentlich auch
einmal bei einem Dornbirner Rameradschaftsabend
begrüßen können und Pg. Lexa taten wohl auch ihr
BefteS und fo ergab sich ein Abend, der fo mit Humor
und Freude ausgefüllt war, daß wir wohl behaupten
dürfen, daß biefer erfte Gefolgschaftsabend in Teesdorf
als gelungen bezeichnet werden kann.
Daß in vorgerückter Stunde Betriebsführung,
Direktoren und Gefolgschaft sich bei Musik und
gemeinsamem Gesang fanden, ift ein Zeichen bafür,
daß der Abend feine Aufgabe — die Vertiefung
der Kameradschaft — erfüllt hat.
Wir aus Dornbirn gingen wohl von diefem
Abend mit dem stolzen Gefühl weg, daß ein Volk,
daß im vierten Kriegsjahr steht und noch so viel
Sinn für Humor und Freude hat, nicht untergeben
kann, sondern siegen wird. Lokalpatriotisch ausgedrückt
könnte man fagen: „Der Weaner geht net
unter!“
So ging für unS ein netter Abend zu Ende
und wir wollen hoffen, daß wir denselben bald
wiederholen können. Der zu erkämpfende Friede
soll eS uns ermöglichen, daß wir einmal von Dornbirn
auS den Teesdorfer Gefolgschaftsabend mit
darbietenden Kräften aus unferer Gefolgschaft beschicken
und ebenfo wollen wir hoffen, daß wir die
mitwirkenden Kräfte der Gefolgschaft auS TeeSdorf
in Dornbirn begrüßen können.
An alle Aebeitshamevaden in Werkswohnungen!
Ich halte eS für notwendig, an diefer Stelle
mit allen Arbeits-Rameraden, die in Werks- Wohn-Häuser-
oder Siedlungen wohnen, des öfteren Zwiesprache
zu halten über die wichtigsten Punkte der
Hausordnung und deren Auswirkung.
Hiezu werden von Zeit zu Zeit fogenannte
„Stunden der Wohn- Gemeinschaft" abgehalten und
ift die Durchführung derfelben fo gedacht, daß sich
die Wohnungsinhaber einer gewiffen Häusergruppe
in geeignetem Raum einfinden. Einladungen hiezu
ergeben jeweils.
„Schönheit der Heimstätte"
Den Blick auf „Schönheit der Arbeit“ gerichtet,
ift ein gegebenes Gebot und wird auch den
jeweiligen Verhältnissen entsprechend immer mehr
Verwirklichung finden.
Eng verbunden mit „Schönheit der Arbeit"
ift auch
„Schönheit der Heimstätte"
Hier gelten nachfolgende Zeilen inSbefondere
für alle Gefolgschaftsmitglieder und deren Angehörige,
die in Werks-Wohnungen find.
Mit großer Müh und Aufwand wurden Werks-Wohnstätten
in Form von Häusern und Siedlungen
erstellt und oielen Gefolgschaftsmitgliedern mit ihren
Angehörigen gegen ganz geringes Entgelt überlassen.
Wohnungen bestehend auS 2—6 Zimmer und Rüche
bef nden sich in denselben; Gärten stehen zur Erholung,
Äckerle, Weideflächen und selbst Obstwachs
zur Auswertung, meist überall zur Berfügung.
Macht man nun einen Rundgang von Werks-Wohnhäuser
zu Werks- Siedlungen, fo läßt die Bezeichnung
„Schönheit der Heimstätte" bei fo manchem
Werkswohn- oder Siedlungshaus etwas zu wünschen
übrig.ATit Befriedigung kann jedoch beobachtet werden,
daß die meisten Heimstätten der Gefolgschaftsmitglieder
wohl recht nett, sauber und einladend aussehen,
während bei einem, gottlob, nur geringem Teil, für
ihre Heimstätte und Umgebung sehr wenig Sinn für
Ordnung und Sauberkeit besteht.
Einen befonberS ungünftigen Einbruch auf die
Umgebung der Wohnstätten machen die, oft auf vollkommen
falschem Platz aufgestellten — infolge ihres
unschönen Aussehens, faft unmöglichen kleinen Hütten
und Verschläge zur Unterbringung von Holz, Kleintieren
ufw. — Holz, Buscheln, Stangen, Stichel und 22