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Full text : Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

einmal eingehend über feinen eigenen Arbeitsplatz
nachzudenken und zu überlegen:

1. Wodurch wirst Du in Deiner Arbeit behindert

und wie könnte dem abgeholfen werden;

2. welche Einrichtung würde es Dir ermöglichen

ohne Mehrarbeit mehr zu leisten als bisher;

3. was kann getan werden, damit Deine Arbeit

mit wenig Anstrengungen geleistet werben kann,
unb wie ift es möglich, daß Du Dich bei Deiner
Arbeit nicht mehr soviel hin unb herbewegen
ober bücken must

Jedes Gefolgschaftsmitglied soll einmal biefe brei
Fragen, auf feinen Arbeitsplatz bezogen, durcharbeiten

unb überlegen, ob nicht auch bei feinem Arbeitsplatz
eine Verbesserungsmöglichkeit besteht.

Ich möchte bie Bestgestaltung des Arbeitsplatzes,
bie in erfter Linie ber Gefolgschaft felbfi zugute
kommt, als erste Aufgabe im Rahmen des betrieb»
lichen Vorschlagswesen behandeln, und labe daher
bie gefamte Gefolgschaft ein, sich an ber Lösung dieser
Aufgabe zu beteiligen. Uc hoffe, daß eine große

Anzahl Anregungen in Form von Verbesserungsoorschlägen
 eingeht. Jeder Verbesserungsvorschlag wirb
gewissenhaft durchgearbeitet unb soll bie Grundlage
für bie Bestgestaltung des Arbeitsplatzes bilden.
Damit wirb jeber brauchbare Verbesserungsvorschlag
ein Helfer ber Gefolgschaft.

Erste Abschlußprüfung der Tertillehrlinge im bau Tirol-Vorarlberg

Ju unferm Gau, in bem bie Tertilindustrie bie
größte unb wichtigste Industrie darstellt, würbe schon
vor Jahren bie Wichtigkeit unb bie Notwendigkeit
bet planvollen unb zweckmäßigen Berufsausbildung
für bie Heranziehung ber notwenbigen Facharbeitskräfte
 erkannt. Es haben sich daher auch faft sämtliche
größeren Tertilunternehmen unseres Gaues dazu ent»
schlossen, an bie Errichtung einer entsprechenden, ben
heutigen Bedürfnissen weitgehendst Rechnung tragen»
ben Lehrwerkstätte zu gehen. Aber bie Arbeit, bie
auf biefem Gebiete von unferem Betrieb geleiftet
wurbe, würbe Ihnen an biefer Stelle schon wiederholt
 berichtet, unb Sie haben daher alle Gelegenheit
gehabt, von ber Entwicklung unb bem Werdegang
ber Berufsausbildung unterrichtet zu werben.

Seit Beginn biefer geschlossenen Berufsausbildung,
 ber die entsprechenden Ausbildungsvorschriften
zugrundegelegt sind, finb nun schon mehr als zwei
Jahre verstrichen unb es ift bamit bie gesetzlich vorgeschriebene
 Ausbildungszeit ber Lehrlinge abgelaufen.

Wie bei ben Lehrberufen im Handwerk ift es
auch bei der Industrie vorgesehen unb Vorschrift, daß
jede Lehre mit einer entsprechenden Abschlußprüfung
abgeschlossen werben soll, bie in unferm Falle vor
ber Industrie- unb Handelskammer abgelegt werben
muß. Durch bie überaus rasche Entwicklung ber Be»
rufsausbildung, in welcher ber Gau Tirol-Vorarlberg
zu einem nennenswerten Teil auf bem Rusbildungsgebiet
 ber Tertilindustrie Pionierarbeit geleiftet hat,
war es ber Industrie- u. Handelskammer nicht möglich,
für bie am 31. Oktober 1941 bie Ausbildung ab»
abschlossenen ersten Lehrlinge bie Prüfung abzunehmen,
ba damals bie reichseinheitlichen Richtlinien für bie
Prüfung noch nicht beftanben haben. Es wurbe daher
laut Beschluß des Prüfungsamtes ber Industrie- unb
Handelskammer diesen Lehrlingen ein Abschlußzeugnis
ausgestellt, welchem bie Durchschnittsergebnisse ber
zwei Jahre Berufsausbildung zugrundegelegt wurbe,
Dieses Abschlußzeugnis unb bamit bie erftmalige
Bescheinigung für bie abgelegte Lehrzeit im Berufe
als Spinner bzw. Weber haben in unferm Betriebe
folgende Lehrlinge erhalten:

Spinnerei: Ellensohn Johanna, Teier Pauline

Weberei: Amann Erich, Fußzenegger Karl, Göttinger
Auguft, Hollenstein Erwin, Huggle Ernst, Tadlener
Herbert, ot Eugen, Ciebauer Walter, Paterno Rich.

Rusch (Emmerich, Pfurtscheller Abolf, Salzmann Jos.,
Schwendinger Karl, Schwendiger Rudolf, Thurnher
Otto, Voglauer Karl, Welzenbac Benno.

In ber Zwischenzeit hat sich bie Industrie- unb
Handelskammer mit Unterstützung bet Rusbildungsleiter
 unb technischen Beamten ber Betriebe baran
gemacht, für unfern Sau Tirol-Vorarlberg eigene
Prüfungsunterlagen unb »Beftimmungen, bie als
Srunblage für eine gerechte Abschlußprüfung verwenbet
 werben können, auszuarbeiten. Anter Ber»
wendung biefer Ausarbeitung würben im Herbst 1942
erftmalig vor bet Industrie- unb Handelskammer
bie Abschlußprüfungen für sämtliche Lehrlinge bet
Tertilindustrie burchgeführt. Ich möchte betonen, daß
bie Industrie- unb Handelskammer Feldkirch bamit
eine ber erften Kammern unseres Reiches ift, welche

INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER

FELDKIRCH

PRÜFUNGSZEUGNIS

Adolf Linder

geboren am 11.9.1926 in Dornbirn

hat in der Zeit vom 1.10.1940 bis 30.9.1942

bei der Firma

F.M.Hämmerle, Texti 1 Fabriken, Dornbirn

eine Ausbildung als N eber

erhalten und sich nach deren Beendigung gemäß den von der Organisation der gewerblichen

 Wirtschaft herausgegebenen Prüfungsanforderungen der

ABSCHLUSSPRÜFUNG

mit folgendem Ergebnis unterzogen:

Feldkirch,am 7.Oktober 1942.

samtes

Det Vociszende
des Prufungsausidhelle
des Prüfun
V.(NOW p

Fertigkeltsprüfung: gut

Kenntnisprüfung: gut
            
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