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Full text : Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

die Abschlußprüfungen für Tertillehrlinge abgenommen
hat.

Die Ergebnisse, die bei dieser Abschlußprüfung
erzielt wurden, haben den Beweis erbracht, daß bet
Gau Tirol-Vorarlberg in bet Berufsausbildung bet
Tertillehrlinge nicht nur in ber Cage ist, entsprechende
Lehrwerksstätten einzurichten, sondern daß er es auch
verstanden hat, in diesen Lehrwerkstätten einen Facharbeiternachwuchs
 heranzubilden, ber als Garant für
bie Weiterbestehung ber Industrie unseres Gaues angesehen
 trierben kann. Die Abschlußprüfungen zeigten,
daß ber Lehrling weit über ber erlernten Beruf hinaus
ein Allgemeinwissen über bie Tertilindustrie besitzt,
das ihn in bie Cage versetzt, bie Arbeit als Spinner
ober als Weber erst recht zu verstehen.

Zu biefer Abschlußprüfung melbeten sich 63
Lehrlinge, unb zwar 26 Spinnereilehrlinge unb 37
Webereilehrlinge. Von diesen 63 Lehrlingen entfallen
auf unseren Betrieb 3 Spinnereilehrlinge unb 17
Webereilehrlinge. Von ben angetretenen 63 Lehrfingen,
 haben 60 bie Prüfung mit „bestanden" unb
3 bie Prüfung mit „nicht bestanden" abgelegt.

Die nachstehend angeführten Lehrlinge unseres
Betriebes haben sich ber Abschlußprüfung unterzogen
unb biefelbe mit Erfolg abgelegt.

Spinnerei Büchele Irma, Frick Kgnes, Campert
Berta.

Weberei Kmann Ferdinand, Amann Rudolf, Bamberger

 Friedrich, Eberle Philippine, Golemic Johann,
Linder Adolf, Mähr Guido, ähr Maria, Nenning
Hugo, Obermayer Anton, Reiner Maria, Spiegel
Wilfried, Schmied Herta, Thurnher Johann, Walter
Edeltraud, Winsauer Othmar.

Ein Lehrling unseres Betriebes hat bie Prüfung
nicht beftanben. Die vorstehend angeführten Lehrlinge
haben in ber Zwischenzeit durch ben Betriebsführer
bie Prüfungszeugnisse ausgefolgt bekommen. Ein
kleiner Rückblick über bie Arbeit unfere Lehrwerkstätte
 in ben verflossenen Rusbildungsjahren läszt
erkennen, daß auch unfere Lehrwerkstätte bie ihr gestellten
 Aufgaben erfüllt hat unb daß im Gesamtergebnis
 bie Ergebnisse unseres Unternehmens mit an
ber Spitze standen. Damit hat bie Berufsausbildung
ihre erfte Bewährungsprobe abgelegt unb biefelbe
mit einem voll befriebigenben Ergebnis beftanben.

Ich möchte an biefer Stelle im Bamen bet
ganzen Gefolgschaft bie jungen Weber, bie nun ihre
Berufsausbildung hinter sich haben, beglückwünschen
unb ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg, in bem
es barum geht, bie erlernten Fähigkeiten entsprechanzuwenden
 unb auf denselben eine Lebenseristenz
aufzubauen, recht großen Erfolg wünschen. Denjenigen
aber, bie auf einige Zeit ihr Arbeitskleid mit bem
grauen Rock bet Wehrmacht austauschen müssen,
wünschen wir, daß fie bereinft roieber gefunb in
unfere Reihen zurückkehren.

Stunde der Wohngemeinschaft

Am 16. April 1943 fanb im Gefolgschaftsraum
 Steinebach bie erfte

„Stunbe ber Wohngemeinschaft"

statt, zu welchem vorerst bie Mieter ber Werkswohnungen
 in Steinebach geloben waren.

Sozialwalter Akm. Christ begrüßte bie Erschienenen
 unb erklärte eingangs gleich ben Zweck unb
Sinn biefer Zusammenkunft unb bekonte hierbei, daß
bie Firma schon mehr als 60 Jahre ben sozialen
Gedanken her Wohnungsbeschaffung für ihre Gefolgschaft
 verwirklichte unb heute in biefer Beziehung
wohl mit an oorberfter Stelle im Reich steht.

Bun mürbe an Hand ber beftehenben Hausorbnung
 jeber einzelne Punkt derselben besprochen
unb schon muhte erkannt werden, daß bie einzelnen
Bestimmungen ber Hausordnung zum Teil nicht
richtig verstanden bzw. gehandhabt mürben.

Hier war nun bie entsprechende Aufklärung
unb Klarstellung sehr notwendig unb ergab sich hieraus
 ber Beweis, welcher Wert biefer Meueinführung
 „Stunbe ber Wohngemeinschaft" auch in ben
anberen Werkswohnungskreisen unserer Firma, beizumessen

 ift. Akm. Christ gab nun ein anschauliches
Bild über bie Entstehung ber vielen Werkswohnungen
 unb konnte hierbei nicht unerwähnt lassen,
daß dieselben bem befonberen Schutze ber Mieter
unterstellt sind, was heute im Kriege umfo notmenbiger
erscheint.

Abschließend behandelte er noch den bereits im
„Dreihammer" ergangenen Aufruf „Schönheit ber
Heimstätte, unb beenbete feine Ausführungen mit
ber Bitte, alle Punkte bet Hausordnung genauest
einzuhalten unb bei Unklarheiten unb sonstigen Vorkommniffen
 sich jederzeit vertrauensvoll an ihn zu
wenden. Tit feiner fomie mit Hilfe ber Mieter unb
beren Angehörigen läßst fich bei richtigem Verständnis
viel Angenehmes schaffen, aber auch Unangenehmes
beseitigen.

So fanb bie erfte „Stunbe ber Wohngemeinschaft"
 allgemeine Aufmerksamkeit unb Zustimmung,
maS mieberum bezeugte, daß eine reftlofe unb zufriedenstellende
 Mitarbeit oon Seiten aller Werkswohnungs-
 Mieter sowohl im eigenen, als auch im
Interesse bet sozialen Betreuung, zu ermatten ift.

iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiinIIIIIIIiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiiniiiiIIIiiiiIIIIIiiiIIIIIIIiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiIlliiiiIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIiiiiiiiiiIIHilliiIIIIIIIiiiiiiiiIIIHlinIiiiiiniiiuninuniiiiIIIHIIIIIIIIIiiiiimiiin*3

Das Werk-Schwimmbad

ift nun mieberum feit 30. Tai geöffnet. — Entsprechende AuSmeiSkarten für alle Gefolgschaftsmitglieder
unb beren Angehörige — fofern dieselben nicht mo anberS beschäftigt finb — können mie üblich, an ben
bekannten Stellen bezogen merben.

Die Betriebsführung wünscht nun allen Gefolgschaftsmitgliedern viel fonnige unb marme Tage um
bie Freuden beS Schwimm- unb BabefporteS fo richtig genießen zu können. Soziale Verwaltung. 40
            
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