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Full text : Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

fest, daß nicht nur immer von den Pflichten des Gefolgsmannes darin zu lesen ist, daß es nicht immer heiszt:

„Es ist verboten ...", sondern es steht auch manches schöne und tiefempfundene Wort darin von Gemeinschaf

 und Treue und Fürsorge.

So werden unsere Gefolgschaftsmitglieder in der nächsten Zeit Gelegenheit haben, sich an der Hand

ihrer neuen Betriebsordnung davon zu überzeugen, daß das, was sie im letzten Jahre immer mehr verspürt

haben, nun auch Gesetz des Betriebes geworden ist: die Gemeinschaft zwischen Führer und Gefolgschaft, diese

verschworene Gemeinschaft aus Pflicht und Recht, aus Treue und Fürsorge.

Aber — und das ist der Grund, weshalb wir in diesem Leitartikel auf die neue Betriebsordnung

eingehen — die Betriebsordnung kann nur der einhalten und sich ihres Inhaltes und ihres Geistes freuen,

bet sie auch liest; und deshalb bitten mir alle unsere Gefolgschaftsmitglieder: Lest die neue Betriebsordnung,

bie demnächst in Eure Hand kommt, sorgfältig durch; Ihr und der Betrieb, bem wir alle bienen, werben

davon ben Nutzen haben!

DOiu novlltn ünb 8nw Mindnoinslinvy Pnie Noiliow ^^^ HH^^ Siniß,

Ön/ten BnGvveulitknil, Önjnnn ÖnncjfüllnielitGnn Dillnw

#Gulity anedinnnn.

Adolf Hitler, am Tag der nationalen Arbeit, 1. Tai 1933

Rosenburg, z1 ber eine 2 km lange, schöne Rutostraßze
 mitten durch ben Nadelwald hinaufführt. Wenn
man durch das äußere Burgtor tritt, umschlieszt eine
mit einem Säulengang gekrönte Mauer einen weit
ins Gras bewachenen Burghof, auf bem sich zu
alten Zeiten wohl gepanzerte Ritter im Turnier herumtummelten,
 um durch Tut und Kühnheit im Zweikampf
 bie Herzen ihrer ©amen zu erobern. Jetzt bevölkern
 ben weiten Hof nur eine Schar Hühner und
gibt es Turniere nur mehr zwischen eifersüchtigen
Hähnen.

©ie großen Räume bes ausgedehnten Schlosses
sind mit Sammlungen jeber Art gefüllt, bie von den
Besitzern jahrhundertelang zusammengetragen würben.
Es gibt neben Jagdtrophäen aus allen Erdteilen,
Waffensammlungen, alte Gemälde, Gobelins, reichgeschnitzte
 Töbel, Perlmutter-, Elfenbein- unb Holzeinlege-Erbeiten,
 chinesische Lackmalereien, kurz und
gut fo vielerlei ©inge, daß man zu einer gründlichen
Besichtigung einen ganzen Tag brauchen würbe. —
Herrlich ift ber Ausblick aus ben Fenstern ber Burg
hinunter zum Kamp, hinaus ins Waldviertel, zum
Benebiktinerftift Altenburg, zum Wallfahrtsort Maria
Oreieichen. — ©a vor uns noch ein weiter Weg
lag, konnten wir nur flüchtig durch alle Räume gehen

unb uns mit bem Wiederkommen trösten. Also hinein
in ben Autobus, hinunter zum Kamp, ben wir nun
auf eine zeitlang verließzen unb westwärts fuhren mir,
von Regenschauern begleitet, ber Stabt Zwettl zu.
Mit l1 c Stunden Verspätung kamen wir in Zwettl
an unb bie Wirtin wirb schon Angst gehabt haben,
daß wir fie mit bem bestellten Mittagessen sitzen
ließen. So aber brachten wir einen ausgezeichneten
Appetit mit unb hat uns baS wirklich gute Essen,
bem bie Wartezeit nichts schadete, sehr gut geschmeckt.

Keine lange Rast war uns vergönnt, denn wir
mußten doch noch zum Stift Zwettl hinaus; nuteinige
 Zecher Zogen es vor, im Wirtshaus zu bleiben,
um sich bem stillen Suff zu ergeben.

Das Stift Zwettl, ein Zisterzienserstift, ift eine
große Überraschung. Ganz versteckt liegt eS in einer
Mulde, fo baß nur ber Kirchturm sichtbar ift. ©ie
Kirche außen hochbarock, innen streng gotisch, bie Altäre
wieber barock, ©er Rlosterhof überraschend groß,
ein prächtiger Kreuzgang, ber mit ben berühmtesten
Kreuzgängen Italiens konkurrieren kann.

Nach einigen Rufnahmen gings wieber zurück
in bie Stabt Zwettl, unfere stillen Zecher abzuholen 51
            
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