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Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Der ßetriebsführer und die ganze Betriebsgemeinschaft 
danken den Gefolgschaftsmitgliedern, welche sich aktiv am 
betrieblichen Vorschlagswesen beteiligen und dadurch an der 
Steigerung der Leistungsfähigkeit, sowie an dem Ziele, für 
jede Arbeit die einfachste und leichteste Form zu finden, 
mitarbeiten. Es ist zu hoffen, daß das betriebliche Vorschlags­ 
wesen einen immer größeren Kreis von aktiven Mitarbeitern 
erhält. 
Die Vorschlagskästen warten auf Deinen 
Verbesserungsvorschlag! 
Abschied und Einzug der KHD-Maiden 
Schon zum viertenmale nahmen Maiden von ihrer Ar­ 
beitsstätte Abschied, woselbst sie einige Monate lang in 
treuer Pflichterfüllung ihren Beitrag zum Sieg leisteten. 
Wenn sich den abschiednehmenden Maiden auch nach 
ihrer Heimat gesehnt haben, so konnte man beim Abschied 
doch manche Träne bemerken, die ein beredtes Zeugnis 
dafür ablegten, daß sie ihre Arbeitsstätte, sowie ihre Ar­ 
beitskameradinnen lieb gewonnen hatten. 
Die Betriebsführung hatte den Maiden wiederum einige 
schöne Abschiedsstunden geboten und werden dieselben wohl 
des öfteren gern an die Fahrt durch blühendes Land unter 
Führung des Herrn H. Hämmerle und des Betriebsobmannes 
zurückdenken. Der Abschiedsabend schloß mit einem geselli­ 
gen Beisammensein, woselbst zur Freude der Maiden der 
ßetriebsführer erschienen war. Ganz besonders freuten sich 
die Maiden über die ihnen gebotene Musik. 
Im Namen der nun heimgekehrten KHD-Maiden danke 
ich der Betriebsführung und ihren Mitarbeitern für die ein­ 
wandfreie Unterkunft und Verpflegung, sowie soziale Für- 
sorge, die den Maiden während ihres Aufenthaltes im schö­ 
nen Städtchen zuteil wurde. Noch war die Unterkunft nicht 
leer, als schon fleißige Hände an der Erstellung des neuen 
Schlafsaales arbeiteten, um den neuen KHD-Maiden, die dies­ 
mal in fast doppelter Anzahl angerückt kamen, eine schöne 
Unterkunft zu bieten. 
Ab 15. bis 20. Mai kamen nun die Neuen. Anfangs 
wie immer zum Teil schüchtern und neugierig. Bald aber 
fühlten sie sich in der schönen Unterkunft wohl und freuen 
sich auch der herrlichen Umgebung ihres Aufenthaltsortes. 
So wie die alten Maiden stets bemüht waren, ihr Scherf­ 
lein zum Endsieg beizutragen, so gehen auch diese Maiden 
mit Freude an die Arbeit, wissen sie doch, daß der Führer 
sie an diesen Plats gestellt hat und sie alle sind stolz, sich 
in der großen Zeit auf kurze Dauer der Kriegswirtschaft zur 
Verfügung stellen zu können. 
Unterkunftsführerin : Putl, Mdf 
Kameradschafts-Abende 
der Betriebs- 
gemeinschaft 
F. M. Hämmerle 
am 4. und 
5. März 1944. 
Es war d. Wunsch 
des Betriebsfüh- 
rers,sowie des ße- 
triebs-Obmannos, nach einer längeren Pause wieder einmal 
im Kreise der ganzen Gefolgschaft zu sein und zu diesem 
Zwecke zwei Kameradschaftsabende zu veranstalten. Daß dies 
heute nicht mehr so einfach ist, darüber waren sich die Ver­ 
anstalter vollkommen im Klaren. Dennoch war kein Hindernis 
groß genug, um das Zustandekommen dieser Kameradschafts- 
abende in Frage zu stellen. Nach vorheriger Rücksprache mit 
den Leitern der verschiedenen Werkgruppen, wie Betriebs­ 
sport, Werkmusik, Werkorchester, Werkchor und Werk-Theater­ 
gruppe, konnte die bereitwillige Mitarbeit aller dieser Grup­ 
pen sichergestellt werden. Schon geraume Zeit vor den 
Kameradschaftsabenden wurde daher innerhalb dieser Werk­ 
gruppen fleißig geübt. Es kann immer wieder beobachtet 
werden, daß auch heute noch sehr viele Gefolgschaftsmitglieder 
gerne bereit sind, ihre Freizeit zu opfern, damit sie den an- 
deren Arbeitskameraden einige frohe Stunden bieten können. 
Solange dies der Fall ist, wird man immer von einer 
schönen Gemeinschaft im Rahmen unseres Betriebes sprechen 
können. 
Die Kameradschaftsabende fielen dementsprechend wieder 
so aus, wie man dies von jeher bei der Firma Hämmerle 
gewohnt ist. Jede Gruppe gab ihr Bestes zum Gelingen 
der Abende. Die Werkmusik und das Werkorchester erfreuten 
uns mit dem Vortrag bekannter Melodien. Die Vorführungen 
der Betriebssportlerinnen fanden großen Beifall und man 
kann immer wieder die Feststellung machen, daß unser Be­ 
triebssport auch heute noch ansehnliche Leistungen zu voll­ 
bringen vermag. Der Werkchor wartete mit schönen und 
für das Gehör besonders ansprechenden Weisen auf. Auch 
hier kann ein erfreuliches Können beobachtet werden. Zum 
Schlüsse gab unsere Theatergruppe den Einakter: „Die 
Kneippkur", wobei es sich wieder einmal zeigte, daß 
bei unserer Werk-Theatergruppe sehr gute, talentvolle Kräfte 
vorhanden sind. 
Auf die dem Gefolgschaftsmitglied ausgehändigte Ein­ 
trittskarte erhielt jeder Teilnehmer einen kleinen Imbiß mit 
Getränke. 
Allen Gefolgschaftsmitgliedern werden diese Kamerad- 
schafts-Abende wiederum in angenehmer Erinnerung bleiben. 
Sie sollen alle Arbeitskameraden unserer Firma immer wieder 
an die Geschlossenheit der ßetriebsgemeinschaft erinnern. 
So wurden diese beiden Kameradschaftsabende im Geiste 
engster Verbundenheit mit unseren an der Front weilenden 
Arbeitskameraden durchgeführt. Sowohl die Betriebsführung 
als auch die ganze Gefolgschaft konnte darin wahre Betriebs- 
bezw. Volksgemeinschaft erblicken. 
Allen Mitwirkenden der verschiedenen Werkgruppen 
dankt der ßetriebsführer und die ganze Gefolgschaft herz- 
lichst für die so schönen und guten Darbietungen. B.0. 
Lind trotzdem: Erholungs -U rlaub. 
Durch Vermittlung des Betriebsobmannes und der S. ß. 
können immer wieder erholungsbedürftige und fleißige Ge- 
folgschaftsmitglieder einen 14tägigen Urlaub weitab vom Be- 
triebsgeschehen in ruhiger und gesunder Berglage verbringen. 
So war es auch mir gegönnt, vor kurzem an diesem 
Erholungswerk teilzunehmen. 
Bei herrlichstem Wetter bin ich mit anderen Kameraden 
aus verschiedenen Betrieben des Gaues im Erholungsort 
eingetroffen, woselbst wir uns sofort heimisch fühlten und 
dementsprechend auch einrichteten. 
Welch’ ein wohltuender Gedanke, zwei Wochen ohne 
Kummer und Sorgen sich der richtigen Ausspannung hingeben 
zu können, um nachher wieder voll und ganz im Einsats zu 
stehen. 
Der Erholungsort, mitten in der Gebirgswelt unseres 
schönen Gaues Tirol Vorarlberg, bot uns auch hiefür die 
Gewähr. 
Die Verpflegung bei unserer Wirtin war auch wirklich 
gut und reichlich, sodaß wir öfter einen kleinen Verdauungs- 
Spaziergang unternehmen mußten. Gerne denke ich an die 
schöne Zeit zurück. Es sollte jedem erholungsbedürftigen 
Arheitskameraden möglich sein, im schönen Hopfgarten Er­ 
holung und Ausspannung zu finden. 
Bestens gestärkt habe ich nun meinen Dienst wieder an­ 
getreten und kann nicht umhin, dem Betriebsführer und Be­ 
triebsobmann für die Ermöglichung dieses so schönen Ur- 
laubes meinen innigsten Dank auszusprechen. A. H. 
Kleintierzucht. 
Das Halten von Kleintieren (Hühner, Hasen usw.) durch 
Werkwohnungsmieter ist stets an die Bewilligung der Sozial- 
abteilung gebunden. Weiters darf durch die Ställe für diese 
Kleintiere weder die Umgebung des Wohnhauses beein- 
trächtigt, noch die Wohnungsbestandteile beschädigt werden. 
Immer wieder hört man Klagen, daß Hühner Schaden 
verursachen und mache ich aufmerksam, daß dieselben auf 
kemen Fall durch Freilaufenlassen Anlaß zur Klage geben 
dürfen. 
Sozial-Verwalter 11
	        
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