Skip to main content

Full text: Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Ein Volk in Arbeit und Waffen! 
Wer heute im Betrieb Gelegenheit nimmt, die ein­ 
laufenden Schreiben aller eingerückten Arbeitskameraden zu 
lesen, erkennt, daß Front und Heimat an dem Endsieg nie 
zweifelt. 
Im Nachstehenden seien nur einige Ausschnitte aus 
Soldatenbriefen wiedergegeben: 
Gebhard Witemann .. . Mein langersehntes Ziel, 
für die Heimat zu kämpfen, ist nun in Erfüllung gegangen 
und ich bin stolz darauf... 
Obergefr. Gebhard Bildstein . . . ist zwar noch eine 
harte Nuß zu knacken, jedoch Deutschland wird und muß 
siegen... 
Gefr. Robert Höfle.... besonders aber die Ver­ 
bundenheit zwischen Front und Heimat bleibt stets . .. 
Soldat Hugo Holzer . . . Wir dürfen stolz sein, denn 
wir wissen, worum es geht und wollen wir an der Front 
und in der Heimat treu unsere Pflicht erfüllen . .. 
Uffz. Leopold Kaiblinger . . . Herzlichen Dank für die 
große Aufmerksamkeit gegenüber uns Frontsoldaten. Wir 
werden weiterhin bis zum endgültigen Sieg eng und treu 
zusammenschaffen und zwar so lange, bis der Weltfeind 
restlos zerschlagen ist ... 
Soldat Karl Kopp . . . Bin hier zur Ausbildung und 
habe bereits die erste Hälfte vorüber. Ich bemühe mich, ein 
guter Soldat zu werden und am großen Endsieg mitzuhelfen. 
Liffz. Josef Langer . . Da die Lage heute allen Ein­ 
satz erfordert, zweifle ich nicht daran, daß sich alle Kame­ 
raden in der Heimat mit der ganzen Kraft zur Verfügung 
stellen, denn jetzt geht es ums Ganze. Wir müssen und 
werden durchhalten bis zum Endsieg . .. 
Quido Mahr . . . Urlaub gibt es zwar keinen, aber 
das macht ja nichts, die Hauptsache ist, wenn wir siegen, 
was auch der Fall sein wird. Für das deutsche Volk gibt es 
jetzt nur „arbeiten, kämpfen und siegen". .. 
Eugen Mangeng . . . Wir sehen, daß in der Heimat 
alles daran gesetzt wird, den Endsieg zu erringen. Selbst 
Pensionisten stellen sich zur Verfügung. Der Laden wird schon 
klappen . .. 
Kf. Walter Schmelzer . . . da ich einer der jüngsten 
Gefolgschaftsmitglieder bin. Durch den totalen Kriegseinsatz 
wird auch der Betrieb in der Heimat in erhöhtem Maße zum 
Siege beitragen ... 
Karl Schwendinger . . . Die Zeit wird kommen, wo 
wir als Sieger aus diesem erbitterten Ringen aller Zeiten - 
um Sein oder Nichtsein - hervorgehen werden. Vorerst 
wollen wir aber geraden Weges gehen und wie bisher mit 
vorbildlichem Gehorsam und treuer Pflichterfüllung - Front 
und Heimat Hand in Hand - für unseren gemeinsamen Sieg 
das Möglichste tun... 
Quido Stonig... Eines wissen wir: Ihr in der Hei­ 
mat müßt nun auch Vieles mitmachen, aber es gibt für uns 
nur ein Vorwärts, das sind wir denen schuldig, die für uns 
ihr Letztes hergaben . ■ . 
Ferdi Streitler . . . An allen Fronten entwickeln sich 
die Schlachten zum Höhepunkt und somit auch zur Ent­ 
scheidung. Nun müssen wir ausharren und fest zupacken, 
damit wir den Sieg für unsere Heimat erringen . . • 
Qbgefr. Martin Winder . . . Ihr alle in der Heimat 
und wir an der Front stehen gerade jetzt in einer schweren 
Zeit. Jeder Einzelne weiß nun heute, um was es geht. Nur 
der eiserne Wille und die Verbundenheit zwischen Front 
und Heimat kann und wird uns zum Siege führen . .. 
Julius Denifl . . . Die schaffende Heimat gibt uns die 
Mittel, den Endsieg zu erringen. Wenn auch der Gegner 
an allen Fronten versucht, unser Deutschland zu überrennen, 
so wissen wir, daß ihm das nie gelingen wird. Wir Soldaten 
stehen fest und stark, jede Stunde bereit, den Kampf aufs 
Neue wieder aufzunehmen. Aus der Heimat und ihrem Tun 
schöpfen wir Mut und Kraft, die ausreichen werden, den 
Endsieg für uns zu entscheiden... 
Der Inhalt aller So.Idatenbriefe ist in die­ 
sem Sinne gehalten und wird von der schaffenden Heimat 
mit der Tat beantwortet. 
Der Sieg wird und muß unser sein! 
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung 
Herr Martin Hämmerle 
feierte am 26. September 1944 seinen 70. Geburtstag. 
Der Seniorchef, Viktor Hämmerle, der Betrlebsführer, 
die geschäftsführenden Gesellschafter, der Betriebsobmann 
und die leitenden Herren vereinigten sich an diesem Tage 
zu einer schlichten Feier. Nach Ankunft des Jubilars sprach 
der Betriebsführer, Pg. Franz Hämmerle, für die Gesell­ 
schafter, und der Betriebsobmann, Pg. Fußenegger, im Na­ 
men der Gefolgschaftsmitglieder die besten Wünsche zum 
Anlaß dieses Festes aus Sie drückten den Wunsch aus, daß 
es dem Jubilar bis in ein so gesegnetes Alter, wie dies bei 
dem Seniorchef, Pg. Viktor Hämmerle, der Fall ist, vergönnt 
sein möge, seinem Werke weiterhin zu dienen. 
Der Jubilar dankte in bewegten Worten. Die Zeit sei 
schwer. Die Allen, zu denen er sich nun auch zähle, könn­ 
ten dem großen Ringen nur von der Galerie aus zusehen, 
während in der Arena der Kampf lobe. Die Jungen müßten 
den Kampf führen, er vertraue darauf, daß die Jugend den 
schweren Kampf dieser Tage pflichtbewußt, freu und tapfer 
durchstehe und für unser Deutsches Volk und unser Werk 
eine glückliche Zukunft ersfreite. 
Das hervorragende Wirken unseres verehrten Herrn 
Martin Hämmerle schildert ein besonderer Festartikel im 
Vorarlberger Tagblatt aus der Feder des Hauptschriftleiters 
Dr. Nägele, den wir mit freundlicher Erlaubnis zum Abdruck 
bringen. 
Wir machen uns zum Sprachrohr aller Gefolgschaft- 
mitglieder und besonders unserer Kameraden an den Fron­ 
ten im grauen Rock, wenn wir auch an dieser Stelle unserm 
Herrn Martin Hämmerle die herzlidislen Wünsche aus­ 
sprechen. Der „Dreihammer“ 
Zum 70. Geburtstag Martin Hämmerles 
44 Jahre Arbeit eines Dornbirner Unternehmens 
im Werke seiner Ahnen. 
Die Entstehung und der Aufbau der Textil-Industrie in 
Vorarlberg war die folgenschwerste Erscheinung in unserer 
Heimat in den letzten 175 Jahren. Bis 1770 bildete die Land­ 
wirtschaft das Rückgrat unserer ganzen Wirtschaft. Dank dem 
Unternehmungsgeist einiger . Männer und der Tüchtigkeit 
unserer Industriearbeiter entwickelten sich bei uns schon 
früher als in einzelnen Nachbarländern große Textilfabriken. 
So gab es in Württemberg im Jahre 1832 erst 5 größere 
Betriebe unter 250 Fabriken mit ganzen 4500 Arbeitern. 
Das kleine Vorarlberg beschäftigte damals allein in seiner 
Textilindustrie doppelt soviel Arbeiter als ganz Württem­ 
berg. Während es in Württemberg, dessen Industrie Welt­ 
ruf genießt, nur wenige Firmen gibt, die seit hundert Jahren 
bestehen, zählt Dornbirn allein ein halbes Dutzend Werke, 
die auf einen mehr als hundertjährigen Bestand zurück­ 
blicken können. Die älteste Dornbirner Firma. Herrburger 
& Rhomberg, kann im nächsten Jahre ihren 150jährigen Be­ 
stand feiern, die größte, F. M. Hämmerle, wurde 1836 ge­ 
gründet. Die Leitung liegt seit Jahren in den Händen des 
ältesten Enkels des Gründers, der am 26. September 70 Jahre 
alt wird. 
Martin Hämmerle ist als erster der fünf Söhne Otto 
Hämmerles geboren. Seine Mutter war die Tochter des 
Bürgermeisters Wilhelm Rhomberg in Dornbirn. Nachdem er 2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.