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Full text : Dreihammer. Werkzeitschrift der Betriebsgemeinschaft F. M. Hämmerle

Verwaltungsgebäude in Dornbirn-Steingbach

Die stetige Vergrößerung
der Firma brachte es mit
sich, daß auch die Büroräume
 im Stammhause
Dornbirn III, Kirchgasse 4,
unzureichend wurden. Zudem
 waren verschiedene
Abteilungen in anderen
zum Teil weit entfernten
Gebäuden untergebracht.
Die Firma entschloß sich
daher im Betriebe Steinebach
 ein großes Zentral-Verwaltungsgebäude
 nach
den Plänen von Architekt
Regier.- Baumeister Hugo
Schlößer, Stuttgart, zu
erstellen.

Auf dem vorgesehenen
Platze standen zwei alte
Wohnhäuser, die vorerst
abgetragen werden mußszten;
schweren Herzens konnte
man sich von den immer
mit herrlichen Blumen
geschmückten Häusern trennen, aber letzten Endes
mußte auch hier das Alte dem Neuen weichen.

QTit Ende Rugust 1937 war der Bauplatz soweit
geräumt, daß mit den Lusschachtungsarbeiten für
Reller und Fundamente begonnen werden konnte.
Die Arbeiten gingen trotz Ungunst der Witterung
gut vorwärts, so daß am 7. Oktober die Decke

über den Kellern betoniert
werden konnte. Ollit der
Decke über dem Erdgeschoß
wurde am 29. Oktober
1937 mit betonieren begonnen,
 mit jener über
dem 1. Stock am 22. November
 1937 und mit derselben
 über dem 2. Stock
am 19. Jänner 1938.
Die Decken über Keller
und Erdgeschoß sind als
überbetonlose Heimbach-Schneider
 - Decken ausgeführt.
 Hingegen sind dieselben
 über dem 1. und
2.Stock als J.Steg- Decken
ausgeführt worden. Die
J. Steg-Balken wurden
im neu errichteten Rellergeschoß
 fertig betoniert,
um dann laufend verlegt
zu werden.

Die Verwendung der
J. Steg-Decken hatte den
großen Vorteil, daß den ganzen Winter über
bei Schnee und ziemlicher Kälte betoniert werden
konnte. Mit einer zweiwöchigen Unterbrechung,
infolge großer Kälte, wurde den ganzen Winter
hindurch gearbeitet.

Allerdings waren Schwierigkeiten zu überwinden,
die es bei einem sehr gelinden Winter nicht gibt. Das

Mischgut mußszte mit heiszem
Wasser angemacht werden, der
Beton mit aller Vorsicht laufend
 zugedeckt und unter den
Decken wurden Rokskörbe
aufgestellt, die Tag und Nacht
im Betrieb standen. Die gesamte
 Tragkonstruktion ist in
Eisenbeton, die Ausmauerung
der Rußzenwände mit Ziegelsteinen
 in verlängertem Zementmörtel.
 Für die gesamten
Tragkonstruktionen und Decken
wurde nur Spezialzement verwendet.
 Am 24. Feber 1938
war der Dachstuhl aufgestellt
und es wurde nun rasch an
die weiteren Arbeiten geschritten. 81
            
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