Dampfkessel mit Fomilien-Rlomen
Dr. Ley sagt: „Wir kennen nur
einen Adel, das ist der Ldel der Arbeit."
Die Richtigkeit dieses Kusspruches
hat sich jetzt im Betrieb Steinebach be-
stätigt. Ruf Anordnung des Betriebs-
Führers haben nämlich die beiden Dampf-
kessel im unteren Resselhaus Namen
bekommen. Jeder der beiden Dampfkessel
trägt jetzt ein Schild zu Ehren zweier
Arbeitsveteranen. Der eine Reisel trägt
den Namen „Sohm" als Erinnerung,
daß der verstorbene Heizer Sohm durch
70 Jahre bei der Firma S. 17. Hämmerle,
zuletzt als Heizer in der Fabrik Weppach
gearbeitet hat. Viele wer den den Arbeits-
kameraden noch gekannt haben. Den
anderen Krbeitskameraden, den jeder
kennt, ist Heizer Bildstein, er erfährt die
gleiche Ehrung, indem ein Dampfkessel
den Namen „Bildstein" erhalten hat.
Das Jubiläum 50 jähriger Arbeit ist aus
der Werkszeitung noch in Erinnerung.
Dazu noch einige Worte über den
Heizer-Beruf. Omn.er galt der Heizer als
ein sehr verantwortlicher Mann, von
dessen Zuverlässigkeit auch die Arbeit
und Sicherheit des Betriebes mit ab-
hängig war. Selbstverständlich muß daher
der Heizer ein nüchterner und zuverlässiger
Mann sein. Er muß auch eine Prüfung
als Heizer abgelegt haben und soll seinen
Dampfkessel mit der Feuerung innen und
außen gründlich kennen. Ein Dampfkessel ist aber
ein so großer und wichtiger Apparat, daß hier noch
einiges gesagt sein mag.
In den Dampfkesseln der Fabrik Steinebach
wird Dampf von 10 Atmosphären Spannung er-
zeugt. Ein solcher Ressel besitzt eine Heizfläche von
330 m2 und erzeugt in der Stunde 7500 kg Dampf.
Zur Erzeugung des Dampfes wird Ruhr-Rohle
verwendet. Diese Kohle wird mit einem Becherwerk
hochgehoben, in die Silos geschüttet und wandert
Don dort durch eine Waage, wird gewogen und
rutscht hinunter zur Feuerung. Tlit einem Wurf-
beschicker wird jetzt die Kohle automatisch auch in
die Feuerung auf die Roste geworfen. Hier verbrennt
sie und die Flammen ziehen durch die Flammrohre,
die Rauchrohre und umspielen den Ressel.
Mittelst rotierender Kreiselpumpen wird das
Speisewasser dem Ressel zugeführt, der Dampf geht
durch die Dampfrohrleitungen in die Fabriken. Noch
viel andere Einrichtungen besitzen die Ressel, welche
der Heizer warten muß. So vor allem die Wasser-
standsgläser, die Sicherheitsventile usw. Das alles
soll uns nur einen kleinen Einblick geben in die
Rufgaben des Heizers. So hat mit der Benennung
der beiden Dampfkessel die langjährige Arbeit ver-
dienter Erbeitskameraden ein dauerndes Zeichen
gefunden und es bestätigt sich hier das Wort:
„Arbeit adelt!"
In der Wirtschaft darf nur das Rönnen ausschlaggebend sein! Adolf Hitler. 85