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I. ZUR METHODIK DER LITERATURGESCHICHTSSCHREIBUNG I
Arbeitsvorhaben. Zur Terminologie und Stoffanordnung
in der Literaturgeschichtsschreibung.
Als Vorstudie zu einer Biographie des Vorarlberger
Schriftstellers Franz Michael Felder (1839-1869
hier FMF) ist diese Arbeit in erster Linie Reflexion
über Methodenprobleme der Literaturgeschichtsschreibung,
dieser heute mehr denn je umstrittenen „Kernzone" der
Literaturwissenschaft'. Auf weite Sicht - jenseits des
hier Dargelegten - sind "Leben und Werk" dieses Autors
Darstellungsziel; hier dienen sie jedoch als Darstellungsmittel,
als Paradigma für die theoretische Argumentation,
zu deren Korrektur. Monographisch im Sinne von repräsentativer
Einzeluntersuchung ist die Studie in ihrer Beschränkung
auf ein einziges Werk, den 1868 in Leipzig bei
Salomon Hirzel erschienenen Roman „Reich und Arm" (hier
RA), genauer gesagt: auf dessen Entstehung, nicht auf
dessen Interpretation, auch nicht auf dessen Wirkung. Auf
bewußt schmaler Basis sollen in kritischer Auseinandersetzung
mit heute entwickelten literaturwissenschaftlichmethodischen
Ansätzen literarhistorische Grundbegriffe
und -perspektiven erläutert werden - ein Anspruch: ebenso
oft theoretisch erhoben wie praktisch vernachlässigt. Am
isolierten Einzelfall werden also Kriterien methodisch
kontrollierter Lebensbeschreibung erarbeitet, die - sozusagen
als technisches Minimalprogramm - auch für die
Literaturgeschichtsschreibung im weiteren Sinn gelten
können. Eine Grenze des im wesentlichen induktiven Vorgehens
liegt allerdings dort, wo die synthetische Darstellung
vor allem ästhetischer, sozialer und geistesgeschichtlicher
Tatbestände vom paradigmatischen Einzel¬-
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I. ZUR METHODIK DER LITERATURGESC I REIBUNG I
Arb . Z i ologie nd Stoffanor
ng i i tsschreibung.
Als Vorst z einer Bio r i s rlberger
Schr ranz Michael Fe 1 der (1839-186 ,
hier F F) ist i se rbeit i i lexion
über denprobleme der Literaturgeschichts chreibung,
dieser heute meh d u t t " zone" der
Liter i nschaft 1. uf weite Sicht - jenseits des
hier Dargelegten - sind "Leben und erk" dieses utors
Darstellu i ; hier dienen sie jedoch als Darste lungsi
tel, als P radigma für die theoretische Argument ,
zu deren Ko rektur. Monograp i v re räsentativer
Einzelunt hung is St i ihrer Besch
ung auf i rk, en 1868 in Leipzig bei
Sal n i erschienenen Ro an " eich und Arm" (hier
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