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erhoben. Die historische Semantik als Klärungsinstanz
und als eines der tragfähigsten Elemente zwischen den
oben genannten literaturwissenschaftlichen Positionen
ist in die Literarhistorie nicht ernsthaft eingeführt.
Jauß hat hinlänglich auf die Willkür in Auswahl und
Anordnung des Stoffes in literarhistorischen Werken hingewiesen.
Die gängigste Darstellungsart ist weiterhin
die Chronologie "großer" Autoren nach dem Schema „Leben
und Werke"; „kleinere Autoren kommen als "Sonstige" in
die (kleingedruckten) Zwischenräume. Ein „Zeithintergrund"
wird aufgerollt; Epochengrenzen werden nach selten
geklärten Kriterien - meistens analog zu einschneidenden
politischen Ereignissen oder nach geistesgeschichtlichen
Leitbegriffen oder einfach in bezug auf die Zahlen
reihe (Jahrhundertgrenze) - angesetzt. Nur literaturfähiges
Material wird verarbeitet. Daß damit - ebenso wie mit einer
unabgeklärten Terminologie - ein vielseitig verwendbares
Instrument zur Einkleidung politischer (nationaler, regionaler,
sozialer, religiöser, ideologischer) Kollektivbekenntnisse
geschaffen ist, mit dem Autoren und Werke fast
beliebig re-aktualisiert, psychologisch aufgezäumt werden
können, bewirkt den schlechten Ruf des Metiers. Jede "Renaissance"
ist unter dem Aspekt einer möglichen Scheinaktualisierung
zu sehen und zu prüfen. Die Ausgliederung
von Einzelfiguren oder geistigen Oligarchien aus dem literarisch
sich artikulierenden Gesellschaftsverband, ihre
Ausstattung mit einer fragwürdigen, vom Außerliterarischen
her begründeten Repräsentanz, wird oft genug als Platzfrage
gerechtfertigt und ist ein Verfahren, das dem Bedürfnis
des Lesers nach profilierten Leitfiguren entgegenkommt.
Die Schwierigkeiten bei der Entwicklung einer brauchbaren
literarhistorischen Terminologie und Stoffanordnung
treten unter einer Rücksicht besonders deutlich zutage:
in der jeweiligen Einschätzung des Stellenwerts von
Synchronie und Diachronie.“ Werkinterpretation und historisch
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er n. ie Se ntik als sinstanz
u eines der tragfähigsten Elemente zwisc n
o annten literaturwissenschaftlichen ositionen
ist in die Literarhistorie nicht ernsthaf ei hrt.
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gerechtfertigt und ist ein Verfahren, das de dürfnis
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Die Schwieri bei der Entwic i r brauc
bare literarhistorischen Terminologie und Stoffa ng
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erkinterpretation und historisch-