Die Vorstellung eines
"rein katholischen Landes"
ist schon deshalb
eine Illusion, weil ein
großer Teil der Katholiken
nur der aufgezwungenen
Form genügt, also
Scheinkatholiken sind.
(B,43, M referierend).
(Ethik,
Recht muß nach liberaler
Auffassung auf dem "Interesse"
jedes einzelnen
beruhen, davon leitet
sich dann das "öffentliche
Interesse" her (B,55
-56, M,12 referierend).
Das Interesse der Massen
muß berücksichtigt
werden (B,57).
Die moderne Philosophie
hat hohe menschliche Qualitäten
zutage gefördert
und eine praktikable humanistische
Ethik entwickelt,
die eine Verfeinerung
des Gewissens und
der Unterscheidung zwischen
Gut und Bôse ermöglicht.
(M, von B,50
referiert).
Wahrheiten sich erweitern und
vertiefen kann. (B,49, Anm.B,29).
Zwischen "Scheinkatholizismus und
äußerlich - vor der Welt - vollzogenem
Abfall ist ein entscheidender
Unterschied. „Innerer Abfall"
ist noch leichter korrigierbar.
Früher oder später - "besonders
auf dem Todbette - eilen
solche glaubensschwache, ja vielleicht
längere Zeit innerlich völlig
abgefallene Menschen "in der
Regel dem katholischen Glauben
wieder in die Arme (B,44).
Moral, Recht)
Recht beruht auf historischer
Überlieferung. Recht bedeutet
für den Liberalismus nur sein
eigenes Interesse, nicht das des
anderen. Dieses wird z.B. sehr
stark von privatem ökonomischem
Interesse vorherbestimmt. Die liberale
Anschauung von Privatrecht
läßt jede egoistische Deutung zu,
in Verbindung mit dem Interesse der
Massen öffnet sie der Revolution
Tür und Tor (B,55,56). Auf der
anderen Seite schützt sie die Sorge
für das Masseninteresse nur vor, um
alle Macht in den Händen weniger zu
vereinen (B,57).
Nur Religion kann eine Ethik begründen,
"Geist und Willen des
Menschen in Schranken halten
nur wer die Grundsätze der Religion
einhält, ist auch mit seinem Gewissen
im reinen. Für Deisten, Atheister
(vom Schlage Voltaires), Pantheisten
Materialisten usw. gibt es keine
Verpflichtung, sich einer menschlichen
Obrigkeit unterzuordnen, denn
sie predigen ja die Gleichheit aller
Menschen. Für den modernen Philosophen
sind alle, auch die "bösen'
Tatsachen Teil einer natürlichen
Evolution und daher gut und gerecht
(B,47,49-50).
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