- 177
Schwager, dem Bezirksamts-Adjunkten Mosbrugger nach Bludenz
zu gehen, von wo er bereits schon wieder in Schoppernau zurückgekehrt
ist. Daß seiner Person eine Gefährdung gedroht
habe sei nicht wahr; wenn gleich von seiner Seite aus das
Gerücht verbreitet worden, als hätte ihm ein Bauer aus
Schnepfau gedroht, ihn zu erschlagen, wenn er von diesen
Dummheiten nicht ablaße"
Mathis' ungleich seriöserer Bericht vom 25.6. läßt deutlich
die Absicht erkennen, KM zu decken: die in den Broschüren
entwickelten Gedanken beeinträchtigten die "ämtliche
Haltung" des Adjunkten nicht, wegen ihres intellektuellen
Niveaus seien sie auch nicht geeignet, sich auf die Vorarlberger
Bauern- und Arbeiterschaft beunruhigend auszuwirken,
es wäre unangebracht, aus KM einen Märtyrer zu machen.
Hingegen hielt Mathis es für nötig, auf FMFs bedenkliche Tätigkeit
als Schriftsteller hinzuweisen und gleichfalls auf
die Kontrollfunktion der Geistlichkeit anzuspielen:
"Es gehört zwar nicht hieher, ich glaube aber am Schlusse
erwähnen zu sollen, daß der Schwager des Adjunkten Moosbrugger,
Felder von Schoppernau, ein Werk, betitelt 'Sonderlinge
herausgegeben habe. Dasselbe verbirgt in der Hülle eines
Romans Lehren und Grundsätze, welchen gegenüber besonders
die Geistlichkeit im Bregenzerwalde kaum so apatisch bleiben
dürfte, wie gegenüber den Broschüren
Moosbruggers“19Mit
Erlaß des Statthalters von Tirol und Vorarlberg, Freiherrn
von Toggenburg vom 3.7.1867 erhielt KM wegen seiner Autorschaft
eine Rüge, die ein Jahr später, bereits unter dem
Bürgerministerium Giskra, Gegenstand eines aufschlußreichen
Schriftwechsels zwischen KM und dem Innenministerium wer¬156
den sollte
- KMs Erklärung und der Artikel in der NFE
sorgten für eine länger dauernde Pressefehde unter den drei
Vorarlberger Zeitungen, in der es vor allem um die Frage der
tatsächlichen Gefährdung FMFs durch Rüschers Anhänger ging.
Vor allem durch einen Artikel in Nr. 53 des „Vorarlberger
Volksblatts" „In Sachen des Herrn Fr. M. Felder", den man
- 17 -
Schwager de ezir t osbrug er nach Bludenz
zu gehe von w bereits schon wieder in Scho pern zurück
rt t. Daß seiner Person eine Gefäh ng edroht
hab sei nicht wah w n gleich on seiner Seite us as
G ht rden, al tt ih er aus
Sc fau gedroht, ihn lagen, ~nn er von diesen
Du mheiten nicht
ablaße11154.
' unglei seriöserer Bericht vo . läßt deutlich
die Absicht erke nen, KM d n: in den Broschüren
entwickelten Ge nken be inträchtigten die '' tliche
H g" es djunkten icht, weg n ihres intellektuellen
Ni us i n a t t, si auf die Vor
berger Bauern- und rbeiterschaft beunruhi a en,
es wäre unangebracht, aus KM zu m en. -
Hi en t Mat es für n5tig, auf FMFs bedenkliche Tätigkeit
als Schriftsteller hinzuwe nd gleichfalls auf
die Kontr tion der eistlichkeit zuspielen:
" s 5rt z ar i t i r, ich glaube aber a l sse
er so len, daß der Schwager des Adjunkten Moosbr
ger, Felder von Sc pernau, ein Werk, beti elt ' nderlinge'
her geben habe. Dasselbe verbirgt in der Hülle eines
R ans Lehren und Grundsätze, lchen enüber es ders
die Geistlichkeit im Bregenzer aum so aoatisch bleiben
dürfte, wie gegenüber den Broschüren
oosbruggers11155.
Mit
Erl d tatthalters von Tirol und erg, i errn
vo To rg om 3.7.1867 er lt K egen seiner
sch ei ge, die i r r, unter d
Bür i t riu iskra, egenstand eines fschlußreichen
Schriftwechsels zwischen KM un d i i t i -
1 5
d ll . - KMs l i l in der NFP
sorgte für eine länger dauern fehde unter deu drei
er itungen, in v alle u die rage der
tatsächlichen Gefährdung FMs rch üschers nhänger ging.
V rch i en rti l i Nr.53 des " rarlberger
Volksblatts" "In Sachen de Her M. den mn