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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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Schwager, dem Bezirksamts-Adjunkten Mosbrugger nach Bludenz

zu gehen, von wo er bereits schon wieder in Schoppernau zurückgekehrt

 ist. Daß seiner Person eine Gefährdung gedroht

habe sei nicht wahr; wenn gleich von seiner Seite aus das

Gerücht verbreitet worden, als hätte ihm ein Bauer aus

Schnepfau gedroht, ihn zu erschlagen, wenn er von diesen
Dummheiten nicht ablaße"

Mathis' ungleich seriöserer Bericht vom 25.6. läßt deutlich

 die Absicht erkennen, KM zu decken: die in den Broschüren

 entwickelten Gedanken beeinträchtigten die "ämtliche

Haltung" des Adjunkten nicht, wegen ihres intellektuellen

Niveaus seien sie auch nicht geeignet, sich auf die Vorarlberger

 Bauern- und Arbeiterschaft beunruhigend auszuwirken,

es wäre unangebracht, aus KM einen Märtyrer zu machen.

Hingegen hielt Mathis es für nötig, auf FMFs bedenkliche Tätigkeit

 als Schriftsteller hinzuweisen und gleichfalls auf

die Kontrollfunktion der Geistlichkeit anzuspielen:

"Es gehört zwar nicht hieher, ich glaube aber am Schlusse

erwähnen zu sollen, daß der Schwager des Adjunkten Moosbrugger,

 Felder von Schoppernau, ein Werk, betitelt 'Sonderlinge

herausgegeben habe. Dasselbe verbirgt in der Hülle eines

Romans Lehren und Grundsätze, welchen gegenüber besonders

die Geistlichkeit im Bregenzerwalde kaum so apatisch bleiben
dürfte, wie gegenüber den Broschüren

Moosbruggers“19Mit

Erlaß des Statthalters von Tirol und Vorarlberg, Freiherrn

von Toggenburg vom 3.7.1867 erhielt KM wegen seiner Autorschaft

 eine Rüge, die ein Jahr später, bereits unter dem

Bürgerministerium Giskra, Gegenstand eines aufschlußreichen

Schriftwechsels zwischen KM und dem Innenministerium wer¬156


den sollte

- KMs Erklärung und der Artikel in der NFE

sorgten für eine länger dauernde Pressefehde unter den drei

Vorarlberger Zeitungen, in der es vor allem um die Frage der

tatsächlichen Gefährdung FMFs durch Rüschers Anhänger ging.

Vor allem durch einen Artikel in Nr. 53 des „Vorarlberger

Volksblatts" „In Sachen des Herrn Fr. M. Felder", den man

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Schwager de ezir t osbrug er nach Bludenz
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die Geistlichkeit im Bregenzer aum so aoatisch bleiben
dürfte, wie gegenüber den Broschüren

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