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auch auf Felder in derselben Richtung, wie auf mich gewirkt
haben, beziehungsweise haben sie seine Richtung nach links
verstärkt. Wäre Pfarrer Stokmair hier geblieben oder ein
Nachfolger wie etwa Kurat Herzog in Rehmen gekommen, so
wäre die Gestalt des alten Pfarrers in den Sonderlingen anders
ausgefallen. Wie mir Felder einmal erzählte, habe Herzrg
sich zu ihm geäußert, er hätte als Pfarrer von Schoppernau
die Sache anders angefaßt, er hätte sich in freundschaftliche
Verbindung mit ihm gesetzt, hätte zu vermitteln gesucht,
hie u. da hätte Felder, hie und da er, Herzog nachgeben
müßen. Daß auf solche Weise etwas zu erreichen gewesen
wäre, scheint mir aus manchen Äußerungen Felders hervorzugehen"193
- Es ist nicht ausgeschlossen, daß vor allem infolge
von Herzogs Haltung FMF im Sommer 1867 von einer
Eskalation seines Falles absah und die Prozeßsache mit
schwindendem Elan betrieb.
Erste Anzeichen erneuter Unruhe gab es anfangs Oktober
1867 mit der Ankündigung von Gemeindeausschußwahlen für
den 10. November, eben als FMF seine Arbeit an RA nach der
194
Sommerpause wieder aufnahm Erstmals war geheime Wahl angeordnet,
erstmals standen auch in der Gemeinde zwei wahlwerbende
Parteien einander gegenüber. Teilweise gehen die
neuen Animositäten sicher aufs Konto der fast vollkommenen
Unerfahrenheit im praktischen Vollzug der Demokratie. Von
ultramontaner Seite wurde ein Spottgedicht auf FMF an Kirche,
Laden und Kaufhaus von Schoppernau angeschlagen, das
Rüscher jedoch, um keinen Anlaß zur Unruhe zu geben, einzog,
ohne freilich ein starkes Aufsehen verhindern zu kön¬195
nen . Rüscher selbst hat zu dieser Zeit möglicherweise
daran gedacht, die Geschichte der "Felder-Angelegenheit'
196
- Auf seine,
aus seiner Sicht gedruckt zu verbreiten
FMF nicht immer gelegene Art trug auch der Uhrenmacher zur
Aufheizung des Wahlkampfes bei, welcher ja im Zeichen des
gefährdeten Konkordats geführt wurde: sollte Rüscher ihn
nicht ohne Beichte trauen, so würde er "kurz und gut Pro¬-
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- Es ist nicht ausgeschlo sen, daß vor a lem infolge
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