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Vorarlberger! Wenn ihr damit einverstanden seid, und wenn
es so euer Wille ist, daß in Zukunft eure Kinder ohne religiös-sittliche
Bildung herangeschult werden, und nachdem
sie auf diese Weise herangewachsen sind, daß sie alsdann
ohne Kirche und Priester in die Ehe und wieder aus der Ehe
treten, - wenn ihr das so haben wollt; dann werdet ihr die
voranstehende Erklärung nicht unterschreiben; wenn aber
solche Neuerungen nicht nach eurem Willen sind, und wenn
ihr vielmehr auch in Zukunft eine kristliche Schule und
kristliche Ehe verlangt, dann habet ihr die vorangehende
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'Erklärung' schnell und allgemein zu unterschreibe
Am 28.11. sprach FMF von einer "Adreßlawine", am 21.12.
dem Tag der "Dezembergesetze", dem „jüngsten Tag des Konkordats"
wie FMF ihn nennt, von einer Unterschriftenhetze.
In einem Artikel vom 4.1.1868 machte er in der FZ publik,
daß in Schoppernau bei 113 Unterschriften nur etwa 50-60
Handschriften zu entdecken waren. Frauen und Mädchen hätten
nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Verwandten,
Männer zusätzlich die Namen von Bekannten, Knechte die ihrer
Arbeitgeber unterschrieben, „so daß kein Mensch weiß, ob
er auch auf dem Bogen steht, obwohl er selbst nicht unterschrieb"2o.
Zur selben Zeit nahm FMF an, daß Rüscher unter
den einflußreichen Gruppierungen im Dorf "nur noch die
Niederau" (= Gasthaus Rößle) und davon abgesehen "eine ge¬205
dankenlose Menge" hinter sich habe
FMFS Neujahrswunsch 1867/1868 an KM lautete: „Mögen wir
auch anno 1868 endlich das Unsere tun können, uns die Erlösung
zu erringen.“0 KM erwiderte mit einem Hinweis auf
das neue Vereinsgesetz, die Arbeiterbewegung in Wien, die
neuen Verfassungsgesetze und die Aufforderung des Berliner
"Social-Demokrat" an die Vorarlberger Lassalleaner, dem
20. Seine Reserve gegen FMFS di¬ADAV
offiziell beizutreten
rektes Agitieren in Schoppernau sollte in den kommenden Monaten
anhalten, noch mehr sein Mißtrauen gegenüber FMFs Bemühen,
dabei im "Leipziger Literatentum" Unterstützung zu
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