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E. Information II.
Manipulation durch Sprache - Textsorten V: Predigt,
pastorales Schrifttum.
Intellektuelle vom Typ KMs, Berchtolds oder Vonbanks
hatten immerhin die Möglichkeit, weltanschauliche Paradoxien
gedanklich zu verarbeiten, über die eigenen wie
gegnerischen Beweggründe und über den jeweiligen Sprachgebrauch
zu reflektieren. Den einfachen Bauern, deren Informationsniveau
hier zum Teil bereits exemplarisch vorgeführt
worden ist, waren solche Auswege verschlossen.
Ihre Sprache, geographisch, schichten- und berufsbedingt
eine sehr genau umgrenzte Rollensprache, die sich auch im
alltäglichen Gebrauch hochgradig aus sprichwörtlicher Rede
zusammensetzte, war weder vom Wortschatz noch von der Syntax
her für politische Urteilsbildung und Schlußfolgerung
großen Stils geschaffen. Die traditionelle Alternative war
nicht eine gemeinsame Hochsprache, auch nicht eine Sondersprache
wie Amtsdeutsch, mit dem der Bregenzerwälder ebenso
sporadisch in Berührung kam wie mit der damals bereits
etablierten Journalistensprache in der Presse, sondern - als
ebenso unmittelbares wie unnahbares Gegenüber - die Sprache
der Kirche, die großteils unverständliche Sakralsprache der
lateinischen Meßliturgie (die lebenslang den Jenseitsaspekt
des Daseins mitkonstituierte), sowie die Rhetorik von Gebetstexten,
bischöflichen Hirtenbriefen und vor allem von
Predigten. „Nicht die Aufklärung und nicht der deutsche
Idealismus wirkten bildend auf das Gemüt des einfachen Volkes,
sondern die Predigt und das Andachtsbuch der Mystik
und des Pietismus."' Dies gilt auch für die allerdings wenig
mystisch oder pietistisch eingestellte Vorarlberger Be
völkerung, insbesondere bäuerlicher Herkunft, im 19. Jahrhundert.
FMFS Erregung während des Wahlkampfs im Herbst 1867
darüber, daß die Ultramontanen "nur von der Kanzel aus
agitierten, läßt sich aus der verschiedenartigen Verteilung
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E. II
Ma i i n rch prache - extsorten V: Predigt,
pastorales Schriftt
Intellektuelle vom Typ KMs Bercht l s oder Von ks
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