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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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oder persiflierend auch des Dialekts bedient (Egender: „jeder
 Rotzbube ein G'studierter", "Die Reformiorto bringod
Geld": "Rüscher: " [...] bisher das Maul noch nicht zugethan")

Vom eigenen Parteigänger (Gläubigen) wird ein Bild vollkommener
 Unfähigkeit zur Selbsthilfe und Entscheidungsfähigkeit
 gegeben; er erscheint als aufs äußerste bedrohte Kreatur,
 die von der Verdammnis gerade noch nicht erreicht und
zwischen Untergang und Rettung ausschließlich auf die kirchliche
 "Warnung" ("Bedenken", "Befürchtungen") und Belehrung
angewiesen ist. Diese werden stereotyp mit der Androhung
künftiger Mißstände für den Fall der Nichtbefolgung verbunden,
 wobei der durch zahlreiche Höllenmetaphern illustrierte
Verlust des individuellen Seelenheils und jener des politischen
 Wohlstands nicht unterschieden werden ("Was wird
das für ein Leben sein bei solchen Leuten, die nichts glauben";
 "bekommen wir eine lieberale Regierung, dann erbarms
Gott!"). In der persönlichen Kontaktnahme der Seelsorger mit
den Gläubigen führte dies sprachlich zu einer paradoxen
Mischung von amtlichem und persönlichem Entgegenkommen. Dem
aus Frankreich zurückgekehrten Uhrenmacher schickte Rüscher
anfangs Mai 1867, genau zu jener Zeit, als FMF sich "auf
der Flucht" bei KM in Bludenz befand, folgendes Schreiben
zu:
"Lieber Johann Joseph.

Ich bin als ihr Pfarrer u. Selsorger in die sehr betrübende
Nothwendigkeit versetzt, Sie als Katholicken an die Verpflichtung
 der Österbeicht u. Communion, wofern Sie sich
nicht die öffentliche Excuminication zuzihen wollen, dringenst
 zu erinnern u. hirmit aufzufordern, binnen 8 Tagen,
das heißt, bis zum 4“ Sonntag nach Östern, den benöthigten
Beicht u. Communionausweis (Beichtzedel) bei mier abgeben
zu wollen. Ich hoffe Sie nehmen diese Aufforderung so geneigt
 an u. kommen derselben nach, damit Ihnen etwaige Unbelibsamkeiten
 u. mier neue Verdrißlichkeiten ausbleiben
werden.

~ 248 -

ode persiflierend auch des Dialekts bedient (Egen : "jeder
 Rot be ein , "Die Ref iorto bringod
Geld"; "Rüsc : " [ .. ] bisher das Maul n h i t ethan") .

Vm eigenen Parteigänger ( läubigen) wird ein Bild ­
ko ener Unfähigkeit zur Selbst i u i ­
keit gegeb ; er erscheint als aufs äußerste bedrohte Kreatur,
 die von der Verda nis gerade noch nicht er eicht und
zwis tergang und Rettung aus chließlich uf ir ­
liche "Warnu ("Be en", rchtungen") nd elehrung
ange en t. Diese werde stereotyp mit der Andr ung
künftiger Mißst de a l der Nichtbefolgun verb ­
de w i r rch zahlreiche Höllenmetaphern illustrierte
Verlust des individuelle Seele u r es ­
tischen Wohl s   unterschie w n as wird
da für ein Leb bei solche L n, nic t glauben
 "bek men wir eine lieber l g,   arms
Gott!"). In der persönlichen Kontakt e der eelsorger it
de bigen führte dies li   p oxen
Misc vo amtlichem und persönlichem Entgegenkom . D
aus Frankreich zurückgekehrten Uhr acher schickte üscher
anfa ai 867, genau zu jener Zeit,   F F sich ''auf
der Flucht" bei KM enz efand, olgendes chreiben
zu
"Lieb r Jo a J se .
Ich bi als ihr Pfa rer u. Selsorger in die sehr betrü de
Not ndigkeit versetzt, als Katholick a die Verpflichtung
 der Osterbeicht u. Comm ion, wofern Sie sich
nicht die ö fentliche Excumi ti n zihen wollen, dringenst
 zu erinner u. hirmit aufzuford bi   gen,
das heißt, bis zum 4t So ntag nach Ost de be
Beicht u. Commu nausweis (Beichtzedel) ei r en
zu wo len. Ich ho fe Sie nehme rderung so geneigt
 an u. ko me derselbe nach, damit Ihnen etwaige Unbelibsarn
 . rn e erdrißlichkeiten ausbleiben
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