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Instruktion, in der politische Entscheidungen vor dem Hintergrund
letztgültiger weltanschaulicher Alternativen erfolgen.
Von den Wahlmännern bei einer Landtagswahl verlangt
Rüscher, nicht, daß sie aufgrund ihrer politischen Informiertheit
entscheiden, sondern daß sie "zeigen", ob sie
Die
"noch länger katholisch bleiben wollen oder nicht".
Konsequenzen aus dem „nicht" waren der öffentlichen Meinung
derart vertraut, daß einem Zuwiderhandelnden fast automatisch
Verfemung als "Gottloser" folgte. Wenn der Wahlmann "im Gewissen
verpflichtet" war, "conservativ" zu wählen, so bedeutete
"Gewissen": bedingungslose Annahme kirchlicher Lehre
und kirchlicher Politik.
Weitgehend handelte es sich bei diesem offensichtlichen
Kurzschluß zwischen Spiritualität und politischem Opprtunismus
um die Folge sprachlicher Manipulation, wobei offen
bleibt, ob nicht auch die Sprecher selbst zumindest teilweise
zu deren Opfern gehörten. Was heute vielseitig und spektakulär
in Werbefeldzügen durch die Massenmedien inszeniert
wird, beschränkte sich in den sechziger Jahren des neunzehnten
Jahrhunderts - namentlich bei der ländlichen Bevölkerung
auf Manipulationen im bürokratisch-politischen und kirchlichpolitischen
Bereich. - Auf der lexikalischen Ebene (bei Badura
die der "sozialen Semantik") erfolgte eine fast generelle
Umsetzung des deskriptiven Wortgebrauchs in einen
emotiven; eine scheinbar objektive Beschreibung erhielt durch
die Verwendung emotionell besetzter Wörter (wie z.B. "Glaube'
"Glaubenseinheit".
"Pflicht" I "verpflichtet"
"Revolution".
"Protestantismus", "liberal", "ultramontan", "klerikal"
einen positiven oder negativen Akzent. Das Adjektik "lutherisch"
war z.B. im Hinterbregenzerwald phonetisch bereits
dem Dialekt angeglichen und zum Stereotyp "luttisch" geworden.
Wie stark die emotive Bedeutungskomponente gewesen
sein muß, läßt eine durch FMF vermittelte Anekdote vom August
1864 ahnen, nach der eine alte blinde Nachbarin aus dem Tabaksgeruch
in FMFs Kleidern schloß, dieser habe sich an
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Instruktion, in der politische Entscheidungen vor dem Hi
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