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(Zwischen 1858 und 1868 vermehrten sich die politischen
Blätter von 60 auf 189, die belletristischen von 72 auf
100, die Fach- und Anzeigeblätter von 111 auf 270; das Informationswesen
war also in diesen zehn Jahren in einem
enormen Aufwärtstrend begriffen).
(Tagespublizistik, Feuilleton)
Ihrer unverfälschten Bestimmung nach waren politische Tageszeitungen
für Wuttke „Anstalten der täglichen Benachrichtigung,
Belehrung und Aufklärung des
Volkes"oDie Unterscheidung
zwischen "allgemeinen Zeitungen" und "örtlichen
Anzeigern" bot Wuttke den Parameter, an dem sich die redaktionelle
Unabhängigkeit der periodischen Presse vom Kommerz
ablesen ließ: je weiter eine Zeitung verbreitet war, je
selbständiger sie sich erhalten konnte, desto unabhängiger
von Geldmächten und sachgemäßer konnte sie grundsätzlich ihre
Nachrichten ausforschen und gestalten, während ein lokales
Anzeigeblatt auf den Seiten, die nicht mit Ankündigungen
und Inseraten bedeckt waren, zumeist unkompetente, oft einfach
abgeschriebene politische Nachrichten brachte. Eben die
se zahlreichen kleinen Blätter wurden von den breitesten Bevölkerungsschichten
gelesen, bildeten oft deren einzige politische
Informationsquelle. "Ihr Vorhandensein verhindert
die Ausbreitung der größeren, besseren
Zeitungen."1oDie
große Menge der deutschen Zeitungen erreiche nur lokale Bedeutung.
"Wo 1...J irgend eine Stadt bevölkert genug schien,
um ein Blättlein zu tragen, da hat auch ein unternehmender
Buchhändler sich gefunden, der eine Zeitung hervorrief."10
Belebt habe sich dieser Lokalbetrieb allerdings dadurch,
daß sich viele dieser Zeitungen als Parteiblätter engagierten.
1866 konstatiert Wuttke, "daß es in Deutschland nun
gar
keinea llgemeine Zeitung mehr
gibt“100; die einzige, die es je gewesen sei, die 'Augsburger
Allgemeine Zeitung", habe durch zunehmend konservative Haltung
das Interesse des Nachwuchses eingebüßt. Österreich hatte
hingegen seit 1864 in der NFP wenigstens der Verbreitung nach
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