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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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stände biographischer Darstellungen waren Schriftsteller

und Publizisten, Wissenschaftler (Philosophen, Theologen,

Naturwissenschaftler), Künstler, Monarchen, Politiker. Gemeinsame

 Intention solcher biographischer Vergegenwärtigung

war es, das Außerordentliche, Entrückte eines prominenten

Lebenslaufs durch Anekdoten, Intimitäten, Familiäres dem

weniger arrivierten Leser faßbar zu machen. Man schuf "typische"

 Wunsch- und Identifikationsfiguren, hatte in die

sen - unerreichbar-vergleichbar - die Leitbilder der Nation,

die Exponenten der Gesellschaft, der man sich zugehörig

fühlte, vor sich.

An den biographischen Darstellungen, die zwischen Juni

1866 und September 1868 in Feuilletons oder Familienzeitschriften

 über FMF erschienen sind, läßt sich deutlich

 feststellen, wie man damals eine literarische Figur

publizistisch "aufbauen" konnte. Insgesamt sind es acht

Veröffentlichungen - alle direkt oder indirekt durch Hilde

brands und der "Gartenlaube" Werbung veranlaßt -, durch

die, abgesehen von den Buchbesprechungen, der bäuerliche

Autor in kürzester Zeit als "neuer Planet am belletristi¬270



Die erste
schen Himmel Deutschlands entdeckt" wurde

Information von größerer Breitenwirkung ging Mitte Juni

270a
1866 von der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" aus

271
es folgten die „Augsburger Allgemeine Zeitung"

diese
zitierend die „Feldkircher

Zeitungdann, im April

1867, die "Gartenlaube" mit der ersten Gesamtdarstellung

„272a
11272
'im Entdeckerst

an diese anschließend die "Europa
213

die "Österreichische Gartenlau¬"De
 Gids", Amsterdam"

"2d, und - mit einer Charakterisierung vom Umfang einer
be
Abhandlung - die „Neue Zürcher Zeitung

Mit einer Ausnahme

 handelt es sich hier um Periodika von überregionaler

Verbreitung, darunter die Familienzeitschrift und drei Tageszeitungen

 mit der weitesten Wirkung in Deutschland. Als

Sensation wurde empfunden, daß hier der Nation ein Leitbild

vorgeführt wurde, dem sich der lesende Bürger und Arbeiter,

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stän bi er arstel ungen waren Schriftsteller
un isten, Wi senschaftler (Philosop T l gen,
Natur issenschaftler), Künstler, Monar n, tiker. Geme
 e Intenti lc r biographischer Ver ärtigung
war es, das Außerordentlic , Entrüc t eines pro ten
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A   r phischen Darstel ungen, i hen Juni
1 6 d eptember 1868 in Feuil etons   i eitschri
 über FMF erschienen sind, läßt sich deutlieh
 feststellen, wie man d als eine lit raris i ur
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