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daß in Eurem Verhältnis das Sentimentale vom Naiven jedenfalls
mehr zu profitieren hat, als dieses von jenem. Mir
kommt die Hildebrandsche Sentimentalität beinahe wie Romantik
vor, hoffe aber, daß sie Dir nicht schadet, selbst
wenn Du mit ihm auf Reisen gehst. Etwaigen Überreizen gegenüber
wird Deine Natur das Gleichgewicht schon wieder
finden. Immerhin aber wäre es vielleicht besser, wenn die
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Überreize gar nicht stattfänden.
Zu (7) "Geschichte und Zeitereignisse": Auf historische
Darstellungen in den von ihm gelesenen Familienzeitschriften
kam FMF nur einmal ausdrücklich zu sprechen, als er,
um seine gute Beziehung zu Keil zu rechtfertigen, KM die
Lektüre eines Artikels von H.v.C. [?] empfahl: "Auch aus
der guten alten
Zeiteine Paraphrase der regelmäßigen
historischen Betrachtungen „Aus der guten alten Zeit"
deren Einleitung - eine Attacke gegen das Römische Recht
verglich er mit KMs Rechtsauffassung in der „Klarstellung"a
Doch ist kein Zweifel, daß er, der etwa begeistert aus Leipzig
von einer Fahrt zur Wartburg berichtete, und, wie man
weiß, "ergriffen" vor den Gräbern Schillers und Goethes in
Weimar stand und begeistert an den Veranstaltungen des von
Franz Pfeiffer ins Leben gerufenen Leipziger Germanistenklubs
teilnahm, die man historisierend "Vogelweiden" nann
te, die überaus zahlreichen Darstellungen aus Deutschlands
Vergangenheit oder Berichte von Schlachten, Revolutionen
usw. regelmäßig gelesen hat.
Der Erscheinungsabstand von einer Woche bis zu einem
Monat ließ in den Familienzeitschriften keine aktuelle Berichterstattung
zu. Darin besteht ein hauptsächlicher Unterschied
zum Feilleton. Das bedeutete eine grundsätzliche
Distanz gegenüber zeitnahen Ereignissen, die noch dadurch
vergrößert wurde, daß man Jüngstvergangenes historisch monumentalisierte
und gleichzeitig weit Zurückliegendes als
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"Denkmal" der eigenen Vergangenheit verewigte
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