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Berichte über gegenwärtige kriegerische Ereignisse, die
FMF mit dem höchsten Interesse verfolgte, widersprachen
zwar dem "ethischen Prinzip" der Familienzeitschriften,
förderten jedoch den Absatz enorm. Über 1866 erschien in
der „Gartenlaube" eine Beitragsserie „Bilder und Szenen
aus dem Feld- und Lagerleben". Solche Berichterstattung
rechtfertigte man mit der Pflicht des Publizisten, "Bande
280a Bei
zwischen Heimat und Kriegsschauplatz zu knüpfen
der Darstellung legte man das Gewicht nicht auf "durch den
Draht längst bekannte Neuigkeiten", auch nicht auf politische
oder strategische ad-hoc-Analysen, sondern auf eine
durch "gute Auswahl" und "künstlerische Ausstattung" veredelte
„Geschichtsschreibung für die Zeit nach dem Kriege“e
Das Kriegsgeschehen wurde also historisiert, ästhetisiert,
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romantisiert. 1871 sollte es glorifiziert werden. In
zahlreichen deutschen Familienzeitschriften derselbe Anblick
gemütlicher Bestialität wie in Gustav Freytags Kriegs¬283
schilderungen in den "Grenzboten" 1864, 1866 und 1871.
FMFs eigene Darstellungen über Zeitereignisse greifen
zwar häufig auf historische Sachverhalte - etwa auf die
frühe Besiedelung des Landes und idealisierend auf die
Wälderrepublik - zurück, durch die ständige Hervorhebung
der sozialen Frage kommt es jedoch nicht zu der in den
Familienzeitschriften üblichen realitätsentrückten Verge
genwärtigung. Deren Perspektive hatte grundsätzlich auch
Hildebrand bei der ersten schriftlichen Kontaktnahme mit
FMF eingenommen: „Ihr ganzes Ländchen ist für uns deutsche
Altertumsfreunde eine Fundgrube besserer Erkenntnis unserer
Vorzeit
I...1"284Dies bedeutete unmittelbar die Gefahr
einer nationalistisch-historischen Vereinnahmung FMFs. Sie
sollte dem sich anschließenden Briefwechsel die hauptsächliche
Spannung geben, da FMF sich seinerseits zunehmend
darum bemühte, Hildebrand von der Notwendigkeit eines ganz
unmittelbaren sozialen Engagements im Sinne Lassalles zu
überzeugen. In KM, der diese Gefahr durchschaute, fand er
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Beric t ü nwärtige kriegerische Ereignisse, die
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