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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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bei diesem Bemühen kräftigste Unterstützung: „Nur zu, ihr

Bourgeoi's der Feder und des Geldsackes, erbaut Euch an

Altertümern (Deinen neuen Befreundeten erfreute eigentlich

nur das Altertümliche!! in Deinem ersten Buch), während

die Gegenwart zum Gericht über Euch sich rüstet. - Also

mit einem gemischten Gefühl sehe sich auf Deine Richtung.

Möge Dein Werk dasselbe zu einem freudigen und frohen verwandeln.

 Du darfst herzhaft die Richtung Hildebrands, Frey

tags etc. bekämpfen und doch von ihnen Dich unterstützen
lassen."285

Zu (8) "Länder und Völkerkunde": Daß Vorarlberg und

überhaupt das Alpenland noch als binnenexotisches Entdeckungsgebiet

 für die Rubriken „Aus Heimat und Fremde", „Aus allen

deutschen Gauen" usw. in Familienblättern und Feuilletons

galt, zeigt die von FMF etwas ironisch glossierte Schilderung

 von Franz Josef Vonbun „Der fahrende Krautschneider

286
in der "Gartenlaube

aus der Serie "Land und Leute". Unter

 dem letztgenannten Titel, den Keil vermutlich von Riehl

übernommen hat, existiert von FMF eine noch unveröffentlichte

 volkskundliche Schilderung der Lebensverhältnisse im

inneren Bregenzerwald, daneben findet sich auch ein Fragment

 "Aus dem Alpenleben".

Beide Texte sind ganz im

Stil der „völkerkundlichen" Beschreibungen in Familienjournalen

 verfaßt. Eine ähnliche Beschreibungstendenz verfolgte

 FMF in allen seinen Erzählungen. In der Vorrede

zum „Nümmamüller" hob er eigens hervor, daß die darin geschilderten

 Sitten, Tatsachen und Gebräuche "aus dem wirk¬288die
 "Sonderlinge" nannte lichen Leben entnommen" seien

er gegenüber Hildebrand "einen nicht ganz werthlosen Bei¬„289


trag zur deutschen Völkerkunde Hildebrand, der bei

seinem ersten Besuch im Bregenzerwald im Juli 1863 "als

Deutscher eine tiefinnere Befriedigung, wie selten" gefunden

 hatte, gab diesen Versuchen - zumindest rhetorisch -

eine weittragende politische und soziale Bedeutung: "wir

die Studierten brauchen sie die Leute aus dem Volke, zur

Erneuerung unseres Seelenblutes und zur nationalen Wiederl



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bei diese B ühen kräftigste Unterstützung: "Nur zu, ihr
Bourgeoi' der Feder un   kes, t uch an
Altertü ( i en neuen Befreundeten erfreute igentlich
nur das Altertümliche!! in Deine rsten Buc wä nd
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lassen."

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 für die Rubriken "Aus Hei t d remde", "Aus allen
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zu " ümmamüller" hob er eigens hervor, daß die geschilderten
 Sitten, T tsachen und Gebräuche "aus dem wirklichen
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trag zur deutschen Völker

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seine rsten Besu i egenzerwald im Juli 863 "als
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