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und in der Opposition sei, könne sich, noch dazu bei zensurähnlichen
Zuständen, ein aus der Tasche der Mitglieder
finanziertes Blatt nur schwer halten. Lassalle hatte fast
nur durch Reden, Broschüren und Briefe gewirkt, in welchen
man politische Pamphlete noch am unangefochtensten unterbringen
konnte. Der "Social-Demokrat", von FMF seit Beginn
seines Erscheinens
abonniertbegann erst ein halbes
446
Jahr nach Lassalles Tod, am 15.12.1864 zu erscheinen
Ein Parteiblatt von der Art des "Social-Demokrat" wollte
FMF im November 1866 gemeinsam mit KM und Josef Feuerstein
als Organ der Vorarlbergischen Partei der Gleichberechtigung
herausgeben, eben zu der Zeit, als durch den
"Ruf" der "Social-Demokrat" auf die Vorarlberger „Lassallea¬447
ner" aufmerksam wurde Feuerstein wollte zu diesem Zweck
eigens seine Lithografie-Werkstatt zu einer Druckerei ausbauen,
und reiste am 29.11. in die Schweiz, um sich dort
in einer Zeitungsdruckerei nach dem "Geschäftsgang" zu er¬448
kundigen Beide, Feuerstein und KM rieten FMF, von dessen
"scharf beobachtender Umschau und berechnender Vorsicht
449
sie sich viel erhofften
,zur Übernahme der Redaktion.
FMF selbst schlug vor, Carl Ganahl den Redakteur der "Feld¬449a
kircher Zeitung", Carl Kunz, abzuwerben
Sein Jugend¬450
freund, der Jurist Franz Xaver Jochum in Wien bot sich
als Korrespondent an. "Nachrichten hätte ich wenigstens im
letzten Jahre oft viel früher liefern können, als die größten
u. berühmtesten Journale es im Stande waren.
"Doch
stellte Jochum auch die Frage nach der Finanzierung. „Aber
Geld geopfert müßte doch wahrscheinlich werden. Der Enthusiasmus
? des Volkes für dessen Interesse gearbeitet würde,
45 sah in dem
dürfte dasselbe nicht sobald ernähren.
Projekt die natürliche Fortsetzung des "Rufs" und der noch
zu veröffentlichenden Broschüren „Klarstellung" und "Gespräche".
Auch in diesem Vorarlberger politischen Unternehmen,
wie überhaupt im regionalen Bereich dienten also
zunächst Flugblätter und Broschüren als - oftmals anonyme
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