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die gut funktionierende Hierarchie und auf die Tätigkeit
der Orden und religiösen Vereine hatte die Kirche aus
den sich ändernden technischen und verkehrsmäßigen Bedingungen
in Europa hinsichtlich der Information der Gläubigen
keine nennenswerten Konsequenzen gezogen und dadurch
die Presse förmlich zur Äußerungsart des Liberalismus
werden lassen. "Die Gefahr, mundtodt zu werden, steht
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unserer Journalistik bevor
"Das katholische Preßwesen
siecht an einem inneren Fehler dahin, das fühlt Jedermann;
es will nicht gedeihen trotz aller
Pflege"osIn ganz
Deutschland erschienen 1868 nur 28 dezidiert katholische
464. Zumeist Blätter mit "fabelhaft niederer" Abnehmerzahl
waren es, wie z.B. das "Vorarlberger Volks-Blatt", Kontrafakturen
der liberalen Zeitungen, welche sie in ihrer Region
bekämpfen sollten, und daher vorwiegend auf Reagieren
eingestellt. Um die hier geschilderte Zeit versuchte man
die Misere dadurch zu beheben, daß man, um einen größeren
Abonnentenkreis anzusprechen, die "vielen frommen Artikel
wegließ. Doch mangelte es an zeitgemäßen Berichten, die
sich von der liberalen Berichterstattung selbständig abgehoben
hätten. Nicht alle, die dem „inneren Fehler" auf
den Grund zu kommen suchten, diagnostizierten dabei so
sachlich wie Lukas, der dafür einen umfassenden Strukturwandel
in der Gesellschaft verantwortlich machte: "Die
moderne Presse steht ... auf dem Boden der Volkssouveränetät.
Die katholische Tagespresse kämpft auf demselben Terrain
„465
für die legitime Autorität
Im September 1865 wurde auf der Generalversammlung der
katholischen Vereine in Trier die Krise erstmals in katholischen
Kreisen Deutschlands offen artikuliert, als der Redakteur
der „Augsburger Postzeitung", August Birle, den
Antrag auf ein katholisches Preß-Bureau stellte. Der Herausgeber
des in Münster erscheinenden „literarischen Handweisers
zunächst für das kathölische Deutschland" unterstützte
ihn mit der Äußerung: „So gewiß ich an den derein¬-
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