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Ähnlich wie Lassalle, dessen Rekurs auf Hegel ihm bekannt
war, fand er dafür wiederholt allegorisierende Umschreibun
gen: „Geist unseres
Jahrhunderts"190"Richterstuhl der
öffentlichkeit". "Nichts auf der Welt achtet und fürchtet
der gewöhnliche Dorfbewohner mehr als die öffentliche
Meinung, ihr gelingt auch das, was aller geistlichen und
weltlichen Beredsamkeit unmöglich wäre, die Eigensinnigsten
kann sie umstimmen, und der Stolzeste unterwirft sich
endlich dem harten Urteile, welches die Allmächtige über
ihn gefällt
hat."49- Überaus zahlreich sind in seinen
Briefen und Erzählungen die immer aufs Allgemeine gezielten
Anspielungen auf öffentliche Meinungsäußerungen. Begreiflicherweise
stand für ihn die konservative Variante,
die repräsentative Dorfmeinung im Mittelpunkt; deren Über
macht hatte er, der aus den ihm vorgeschriebenen Rollen
seit spätestens 1858 herausgefallen war, in allen Schattierungen
kennengelernt (erster Aspekt). Was hier an Analysen
des Stils und Sprachgebrauchs im engeren Lebensumkreis FMFS
durchgeführt wurde, hatte auch den Sinn, nach der sprachlichen
Vorgegebenheit der öffentlichen Dorfmeinung zu fragen.
Seinen Kampf gegen Rüscher sah FMF exemplarisch als
Kampf gegen spontane oder gelenkte öffentliche Vorurteile
an. In dessen schwierigsten Phasen wandte er sich ausdrücklich
- durch Gerichte und Zeitungen - an den „Richter
stuhl der
öffentlichkeit"490in deren Unabhängigkeit erblickte
er ein wichtiges Ziel seines publizistischen Wirkens
(dritter Aspekt). Seit etwa Beginn der sechziger Jahre begann
er auch bewußt "öffentliche Meinung zu machen", er
forcierte die Lesetätigkeit im Familien- und Freundeskreis,
beteiligte sich an den zunehmend programmatischen Diskussionsabenden
im Herrenstüble im Gasthaus Rößle in Au und wurde
der gesuchteste Redner zu festlichen Anlässen in Schoppernau
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(zweite Variante). Seine zumeist sorgfältig in und Au
mehreren Entwürfen ausgearbeiteten Redemanuskripte titulierte
er gelegentlich als
„Predigtlein"300das starre
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