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Im Jahre 1860 erschien John Stuart Mills ein Jahr zuvor
verfaßte Schrift "On Liberty" erstmals in deutscher
Übersetzung. FMF hat sie im Dezember 1865 gelesen und im
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Herbst 1866 bei der Abfassung der Gespräche verwendet
Darin ist aus zeitgenössischer Sicht die Etablierung der
bürgerlichen Öffentlichkeit als Tatsache festgestellt:
„Die Masse schöpft ihre Meinungen gegenwärtig nicht durch
Würdenträger der Kirche oder des Staats, aus Führern oder
Schriften, die über das Gewöhnliche hervorragen. Für ihre
Denkarbeit sorgen Männer von so ziemlich demselben Schlage,
die unter dem Antrieb des Augenblicks durch die Zeitungen
zu ihnen reden." - Wie weit FMF sich trotz seiner Verteidigung
der öffentlichen Meinung als weltanschaulicher Repräsentation
gegenüber Wieland Vorstellungen von einer
jen kritischen Öffentlichkeit angenähert hatte, die bereits
seits von deren bürgerlicher Variante lagen, zeigt seine
bitterböse Kritik an Mills Warnung, vor einem hungrigen
Pöbel von den allgemeinen Menschenrechten zu reden, weil
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dadurch die Rechte eines andern in Gefahr kämen
Gleichzeitig mit den Vereinen beiderlei Couleur trat
mit dem Erstarken der bürgerlichen Öffentlichkeit und der
Ausbildung eines Publikums als deren weiterer Kontrapunkt
die patriarchalische Kleinfamilie mit der ihr eigenen Intimsphäre
in Erscheinung. Auch die neu sich strukturierende
Gesellschaft schuf sich also auf ihre Weise ihr arcanum,in
diesem Fall eine vom gesellschaftlichen, durch die Marktwirtschaft
auferlegten Zwang gelöste Intimität auf der
Basis der Freiwilligkeit, der Liebesgemeinschaft und der
Bildung
. Wilhelm Heinrich Riehls 1855 erstmals erschienene
Schrift „Die Familie", die innerhalb eines halben Jahres
zwei weitere und 1861 eine vierte Auflage erlebte, kann
als programmatisch für die Rolle der Familie in der neuformierten
bürgerlichen Gesellschaft gelten. FMF hat sie,
550 Auf den enormen Einfluß, den
vermutlich 1864, gelesen.
diese und andere Schriften von Riehl auf FMF ausübten und
über dessen Konsequenzen er zunehmend in einen ähnlichen
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