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sinnten aus den schematischen Denkvoraussetzungen seiner
engeren Umwelt zu befreien, war in seinem Bewußtsein derart
vorherrschend, daß daneben die volle Einsicht in die
gesteuerte Weckung von politischem Patriotismus und - damit
verbunden - die restlose Ausnützung aller sich anbietenden
Massen-Vertriebsmöglichkeiten nicht aufkam.
Mit einer Firma, die in der oben geschilderten Weise
die Produktion und die Distribution von Büchern und Kalendern
besorgte und zugleich eine Leihbibliothek - die größte
im Bodenseeraum - unterhielt, stand FMF in engster Verbindung.
Es war dies die Matthias Rieger'sche Buch- und
Kunsthandlung mit Sitz in Lindau. Von dorther bezog er seit
1854 seinen hauptsächlichen Lesestoff - u.a. die bereits
erwähnten Textreihen aus den Großverlagen Meyer, Cotta,
Göschen, Hempel, ob auch auf dem Leihwege, kann nicht nachgewiesen
werden; wohl aber gibt es Zeugnisse für die häufige
Zusendung von Ansichtsexemplaren von Belletristik, Zeitschriften,
Kalendern mit Rabattangeboten und für die persönliche
Verbindung, ja Freundschaft mit den Kolporteuren
("Reisenden") dieser Firma, Philipp August Bopp und Friedrich
Henner, die vor allem die Landgemeinden um das deutsche,
schweizerische und österreichische Bodenseeufer betreuten.
Gewöhnlich erhielt FMF seine Bücher mit 138 Rabatt.
Im ganzen Bregenzerwald gab es damals keine Buchhandlung,
sodaß FMF zuweilen selbst auf Ersuchen dieser Firma Kolporteursdienste
versah. Auch mit dem damaligen Leiter, Johann
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Thomas Stettner, war FMF seit Beginn der sechziger Jahre
zunehmend freundschaftlich verbunden. Wiederholt stattete
man sich gegenseitig Besuche ab.2 Die Kataloge der Leihbibliothek
dieser Buchhandlung dienten Schenda als eine
der ergiebigsten Quellen für die Verbreitung populärer Lesestoffe
in Süddeutschland.“0 In Stettners Verlag erschien
unter persönlicher Betreuung durch den Leiter 1863 FMFS
"Nümmamüller"; zum 10. Todestag FMFs 1879 legte Stettner
das Werkchen neu auf. Die beiden Broschüren „Ruf" und "Klar¬-
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