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kündigte FMF am 17.10.1868, also in den Tagen, als RA
erschien, eine Übersetzung der „Sonderlinge" ins Französische
an. FMF kommt darauf zweimal, KM einmal
in seiner Dankesbezeugung nach dem Tode des Dichters zu
sprechen“0. Da dies die beiden einzigen Hinweise auf
diese Übersetzung sind und darüber hinaus derzeit keine
Details über die Person des Übersetzers und den Anlaß
der Übersetzung bekannt sind, können die im folgenden an
gestellten Überlegungen nur als Konjekturen für eine künftige
Ausforschung dienen:
Der engagierteste Übersetzer deutschsprachiger Dorfge
schichtenliteratur ins Französische war zu jener Zeit der
Jurassische Schriftsteller Max Buchon (geb. 1818). 1846
und in zweiter Auflage 1853 erschienen von ihm Übersetzungen
von Johann Peter Hebel, 1853 von Auerbach, zwischen
1854 und 1864 sechs Werke von Jeremias Gotthelf. Seine Tätigkeit
als Übersetzer betrieb Buchon förmlich als Dienstleistung
der Literatur in dem stark politisch motivierten
Kampf seines engen Freundes, des Malers Gustave Courbet um
die Durchsetzung der realistischen Malerei in Frankreich,
der im Jahre 1869 auch zu der aufsehenerregenden Ausstellung
deutscher Realisten (Wilhelm Leibl u.a.) in München
führte. Das Abflauen der „Gotthelf-Welle" in Deutschland
zu Beginn der sechziger Jahre könnte Buchon zur Suche nach
einem Autor veranlaßt haben, der das von ihm ins Französische
vermittelte Genre zeitgemäßer, nämlich auf die "soziale
Frage" bezogen, behandeln würde; möglicherweise ist er dabei
auf die "Sonderlinge" von FMF gestoßen. Die Abfolge der
Erscheinungsdaten seiner Übersetzungen würde dies nahelegen;
vor allem aber könnte sein Tod im Jahre 1869 die Erklärung
dafür abgeben, daß die angekündigte Übersetzung nie erschienen
ist.
Auch sollten bereits im April 1867 die „Sonderlinge" ins
Englische übertragen werden, und zwar durch jene Übersetzerin,
die auch Erzählungen von Auerbach übertrug.
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