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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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gefangen in den vierziger Jahren von dem der Berliner Sozialisten,

 später dem der Hocharistokratie und konservativer

 Bürgerkreise, schließlich in den fünfziger Jahren

sogar dem der Führer der liberalen Fortschrittspartei.

Nach Kellers spöttischer Bemerkung war in diesen Jahren,

als Springer von ihm Werk auf Werk mit Exklusivrechten

geschickt unters Volk brachte, Gotthelf „die gern gesehene
Zierde der nordischen

Teetasse". Zur selben Zeit wurde im

Kanton Bern hauptsächlich von konservativer Seite mit ähnlichen

 Schmähungen gegen den „Kuhdreckliteraten" geeifert,

wie gegen Auerbach und später gegen FMF in deren Heimatgemeinden:

 „Uns wundert nur, daß noch ein Mensch aus den Händen

 eines solchen Pfarrers das heilige Abendmahl genießt

und daß ihn nicht die Unterweisungskinder mit Brennesseln

"0 - Eine parallele
und Sitelköpfen zum Land hinausjagen."

zu FMF zeigt auch die zeitgenössische internationale Rezep

tion durch Übersetzungen ins Englische, ins Französische und

ins Niederländische. Das starke Echo im deutschen Bildungs

bürgertum hängt mit der allgemeinen Abwendung vom Künstlerund

 Salonroman und der Vorliebe fürs Ursprüngliche, Natürliche

 zusammen. Diese zunächst unreflektierte Anziehungskraft

 wurde in der literaturkritischen Diskussion seit Beginn

 der fünfziger Jahre - das Erscheinen von "Zeitgeist

und Bernergeist“ stellt in dieser Hinsicht einen Wendepunkt

dar - vor allem von der zünftigen Literaturkritik infrage

gestellt. Den Protagonisten des "Grenzboten"-Realismus, Julian

 Schmidt und Gustav Freytag, mißhagten die "unkünstlerischen

 Ausfälle gegen die Radikalen, die mißlungene Mischung

 aus rohem Dialekt und 1vom Verleger Springer zur Gemeinverständlichkeit

 geforderter] manierierter Verdeutschung"“0.

 Das für den „Grenzboten“-Realismus besonders

kennzeichnende Erzählwerk, Freytags "Soll und Haben",

 erreichte zwischen 1855 und 1885 Auflagen von insgesamt

 90.000 Exemplaren, eine Zahl, die Gotthelfs Erzählungen

 im selben Zeitraum nicht mehr erreicht haben dürften"

Mit dem Erscheinen von Gutzkows: "Rittern vom

Geiste" (1850) setzte sich bei zunehmend differenzierter

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gef d ierziger Jahren von de   i Sozialisten,
 später dem der Hocharistokratie und konservativer
 Bürger i , i de ziger Jahren
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als Springer von ihm Wer erk mit Exklusivrechten
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Zur selben Zeit wurde im
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wie gegen Auer u später gegen F~W   deren Heimat ­
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gestellt. Den Protagonisten des "Grenzboten"-Realisrn , Julian
 Schmidt und Gust Freytag, mißhagt die "unkünstlerischen
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