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der sechziger Jahre weitere Erfolge aus. Dies mag, wie in
DDR-LG angenommen wird, tatsächlich mit Raabes zunehmender
Gesellschaftskritik in diesen drei Romanen zu erklären
sein. Dann wäre der optimistische Ausblick am Ende des
"Hungerpastors" auf Kosten eines inneren Bruches der Darstellung
zustandegekommen, während er im "Abu Telfan" fehlt
und der „Schüdderump" - eben im Jahre der Reichsgründung,
in dem viele ihre politischen und humanen Hoffnungen verwirklicht
sahen, zu deren düsterster Vergegenwärtigung wird.
Raabe wäre dann als Gegenfigur zu Freytag, Auerbach und
Scheffel zu sehen. Sich selbst hat er als "deutschen Sitten-Schilderer",
seinen Kampf als gegen „die närrische
Zivilisation" und"die Lüge in unserer Literatur" gerichtet
20 - Das Zunehmen der Gesellschaftskritik in
verstanden.
diesen drei Romanen, das aus der Sicht heutiger Interpretation
auch wachsende erzählerische Integration bedeutete,
wurde von der Leserschaft mit Gleichgültigkeit, von der literarischen
Publizistik mit Widerstand, zeitweise mit Boy
kott quittiert. "Abu Telfan" hatte einen geringen Absatz,
und in den Jahren, da Auerbach, Freytag und Scheffel Erfolge
feiern konnten und etwa das Erscheinen von RA bei einem angesehenen
Verleger wenigstens nie in Frage gestellt war,
war es für Raabe schwierig, für den „Schüdderump" überhaupt
einen Verleger zu finden. Bezeichnend war die "Totschweige
hetze" durch die "Grenzboten", dieses "Leib- und Herzblatt
der gebildeten deutschen Bourgeoisie"; "I...J Von der 'Chronik
bis zum 'Schüdderump' von 1856 bis 1870 ist mein Name
nicht ein einziges Mal in dem Blatt genannt worden. Ich paßte
den Herren eben nicht in ihren Kram.
(Chronologie und vorläufige Systematik der
belletristischen Lektüre FMFs in den sechziger
Jahren.)
Im vorliegenden Zusammenhang geht es nicht darum, FMFS
Bildungsgeschichte anhand der erhaltenen Zeugnisse von grund
auf darzustellen (was andererseits notwendig und auch möglich
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der sechzi Ja lge s. i s ag, wie in
D -LG angenommen wird, ta sächlich Raa zuneh r
Gese lschaftskritik in diesen drei Roman n u l ren
sein. Dann opti istische Ausblick a nde des
"Hu r st rs" f st i inneren Bruches der Darste
lung zustandeg men, während er im :''Abu Telfan" fehlt
un der "Sch rump" - n Reic ng,
in dem iele ihre politischen und humanen Hoff gen rirklicht
sahen, zu deren düsterster Vergegenwärt g ird.
Ra re ann al i ur A ach und
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Zivilisation" und"d ge in nserer Literatur" gerichtet
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- Das Zunehmen der Gesellschaftskritik in
diese drei Ro nen, das aus der i t I terpretation
auch wa sende erzählerische Integration edeutete,
w e on der Leserschaft mit Gleichgültigkeit, on der l
terarischen Publizistik mit Widerst , zeit ei B
ko t quittiert. "Abu Telfa hatte eine ger n bsatz,
un i de Jahr da Au ch, tag nd Schef el Erfolge
feiern ko nten und etwa das Erscheinen von RA bei einem anges
nen Verleger wenigstens nie in Frage gestel t ar,
w es für R abe schwierig, für den "Schü der p" erhaupt
eine Verle zu finden. Bezeich ar i " hweigehetze
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(Chr l gie nd vorläufige ste atik der
be letristischen Lektüre FMs in n sechziger
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Im vorliegenden Zusam enhang geht es icht darum, FMs
Bildun s e nd der lt nisse on grund
auf darzustellen (was andererseits notwendig und au glich