accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

en

- 419 -

stellungsart einem Trend der Zeit gefolgt ist, der sich

seit der Aufklärung in allen Arten von "nützlicher" Literatur,

 also in Kalendern, Erzählungen zur Belehrung und

Unterhaltung bis hin zum Feilleton und zur Familienzeitschrift

 strukturell niedergeschlagen hat. In dem hier erläuterten

 zeitgenössischen Gebrauch des Wortes eignet

sich für diese Art von aktuellen Schriften FMFs, die für

die periodische Presse bestimmt waren, und in denen sich

Fiktion (Narration) und Sachmitteilung (Explikation) mischen,

 am besten der Ausdruck "politisches Feuilleton".

Wer zudem die politischen Schriften im Zusammenhang mit

dem im Kapitel „Politik“ quellenmäßig erfaßten Geschehen

und daher in der ihnen einzig zukommenden, nämlich der

chronologischen Anordnung liest, dem wird auch ein Wandel

 im Gebrauch der Fiktion nicht entgehen, der über

das eben geschilderte Neben- und Ineinander von polemischer

Attacke und poetischer Gleichnishaftigkeit zu der spröden
Tatsachenmitteilung des „Schattenbildes aus dem Bregenzerwald"

 und der beiden letzten, knappen Zeitungsmitteilungen

über Kasinogründungen und über Käsereigenossenschaften im

Bregenzerwald führt. Mit diesem Schwinden des fiktionalen

Moments ist nur die Endphase eines größer angelegten Textsorten-Wandels

 innerhalb der nicht-erzählenden Schriften

dieses Autors angedeutet, dem eine „Entwicklung" des Schriftstellers

 FMF mit deutlich erkennbaren, wenn auch zeitlich

gegeneinander nicht völlig abgrenzbaren Schwerpunkten entspricht:

 Während die Erzählungen und Romane angefangen vom

"Nümmamüller“ in einem Schaffenskontinuum entstanden sind,

dessen stufenweise Fortsetzung bis zu AML und den letzten

Plänen künftiger Erzählungen“ trotz der bereits hervorgehobenen

 sozialen Implikationen sehr selbständig verlaufen

ist, hat FMF in den nicht-fiktiven Texten mehrmals das

Thema, und - wie an einem Beispiel bereits gezeigt - auch

die Darstellungsart gewechselt.

Sieht man von den frühesten Schriften ab, die der Autor

nach seiner eigenen Angabe 1861 vernichtet hat, so stehen

...
l

- 41 -

ste lungsart ein rend der Zeit gefolgt ist, der sich
seit der Aufklär i a len Arten von "nützlicher Literatur,
 also in Kalendern, Erzählungen zur Belehru u
Unter hin zu J un zur Fa ilienzeitschrift
 strukturell niedergeschlage hat. In de ­
läuterten zei tgenö sisch1.:n Geb ch des ortes eignet
sich für diese Art von aktuellen Schrifte F Fs, die für
die periodische Presse besti t aren, nd in enen sich
Fiktion (Na ration) und Sach itt (Expli msch
 a   sdruck "politisches euill t ".

Wr em die ischen Schriften im Zusamm ang mit
de   apitel " i " que len erf te Ges hen
un in der ihnen einzig zukomm den, nämlich der
chr en nordnung liest, em wird auch ein  a ­
de 1 im Gebrauch der Fiktion nicht entge , r er
das eben geschilderte Neben- und Ineinand r vo pole r
Atta d oetischer leichnishaftigkeit zu der spröden
Tatsache itt il des "Schattenbildes aus dem Bregenzerwal
 u   t ten, knapp itteilungen
über Kasi dungen und über äsereigenossenschaften i
Bre r ald f rt. d chwinden des fiktionalen
M ents ist die End se gr angelegte Textsorte
 andels innerhalb der nicht-erzählenden Schriften
dieses Autors angedeutet, dem eine "Ent l ng" s iftste
 lers FM it er baren, wen auch zeitlich
gege r völlig abgrenzbaren Schwerp ten ­
spricht: Während die Erzählungen und Roman an ef v
" mamüller" in einem Schaffenskontinuum entstanden sind,
dess stufe F rt bis zu A L und den letzten
Plän

lungen6

trotz its hervorgehob
 n i l likationen sehr selbständig erlaufen
ist, hat FMF in den nicht-fiktiven Texten me als das
T a, und - wie an einem Beispiel bereits gezeigt - uch
die Darste lungsart gewe lt.

Sieht m on den frühesten Schriften ab, die er utor
nac seiner eige ngabe 1861 vernichtet

hat7,

so stehen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.