en
- 419 -
stellungsart einem Trend der Zeit gefolgt ist, der sich
seit der Aufklärung in allen Arten von "nützlicher" Literatur,
also in Kalendern, Erzählungen zur Belehrung und
Unterhaltung bis hin zum Feilleton und zur Familienzeitschrift
strukturell niedergeschlagen hat. In dem hier erläuterten
zeitgenössischen Gebrauch des Wortes eignet
sich für diese Art von aktuellen Schriften FMFs, die für
die periodische Presse bestimmt waren, und in denen sich
Fiktion (Narration) und Sachmitteilung (Explikation) mischen,
am besten der Ausdruck "politisches Feuilleton".
Wer zudem die politischen Schriften im Zusammenhang mit
dem im Kapitel „Politik“ quellenmäßig erfaßten Geschehen
und daher in der ihnen einzig zukommenden, nämlich der
chronologischen Anordnung liest, dem wird auch ein Wandel
im Gebrauch der Fiktion nicht entgehen, der über
das eben geschilderte Neben- und Ineinander von polemischer
Attacke und poetischer Gleichnishaftigkeit zu der spröden
Tatsachenmitteilung des „Schattenbildes aus dem Bregenzerwald"
und der beiden letzten, knappen Zeitungsmitteilungen
über Kasinogründungen und über Käsereigenossenschaften im
Bregenzerwald führt. Mit diesem Schwinden des fiktionalen
Moments ist nur die Endphase eines größer angelegten Textsorten-Wandels
innerhalb der nicht-erzählenden Schriften
dieses Autors angedeutet, dem eine „Entwicklung" des Schriftstellers
FMF mit deutlich erkennbaren, wenn auch zeitlich
gegeneinander nicht völlig abgrenzbaren Schwerpunkten entspricht:
Während die Erzählungen und Romane angefangen vom
"Nümmamüller“ in einem Schaffenskontinuum entstanden sind,
dessen stufenweise Fortsetzung bis zu AML und den letzten
Plänen künftiger Erzählungen“ trotz der bereits hervorgehobenen
sozialen Implikationen sehr selbständig verlaufen
ist, hat FMF in den nicht-fiktiven Texten mehrmals das
Thema, und - wie an einem Beispiel bereits gezeigt - auch
die Darstellungsart gewechselt.
Sieht man von den frühesten Schriften ab, die der Autor
nach seiner eigenen Angabe 1861 vernichtet hat, so stehen
...
l
- 41 -
ste lungsart ein rend der Zeit gefolgt ist, der sich
seit der Aufklär i a len Arten von "nützlicher Literatur,
also in Kalendern, Erzählungen zur Belehru u
Unter hin zu J un zur Fa ilienzeitschrift
strukturell niedergeschlage hat. In de
läuterten zei tgenö sisch1.:n Geb ch des ortes eignet
sich für diese Art von aktuellen Schrifte F Fs, die für
die periodische Presse besti t aren, nd in enen sich
Fiktion (Na ration) und Sach itt (Expli msch
a sdruck "politisches euill t ".
Wr em die ischen Schriften im Zusamm ang mit
de apitel " i " que len erf te Ges hen
un in der ihnen einzig zukomm den, nämlich der
chr en nordnung liest, em wird auch ein a
de 1 im Gebrauch der Fiktion nicht entge , r er
das eben geschilderte Neben- und Ineinand r vo pole r
Atta d oetischer leichnishaftigkeit zu der spröden
Tatsache itt il des "Schattenbildes aus dem Bregenzerwal
u t ten, knapp itteilungen
über Kasi dungen und über äsereigenossenschaften i
Bre r ald f rt. d chwinden des fiktionalen
M ents ist die End se gr angelegte Textsorte
andels innerhalb der nicht-erzählenden Schriften
dieses Autors angedeutet, dem eine "Ent l ng" s iftste
lers FM it er baren, wen auch zeitlich
gege r völlig abgrenzbaren Schwerp ten
spricht: Während die Erzählungen und Roman an ef v
" mamüller" in einem Schaffenskontinuum entstanden sind,
dess stufe F rt bis zu A L und den letzten
Plän
lungen6
trotz its hervorgehob
n i l likationen sehr selbständig erlaufen
ist, hat FMF in den nicht-fiktiven Texten me als das
T a, und - wie an einem Beispiel bereits gezeigt - uch
die Darste lungsart gewe lt.
Sieht m on den frühesten Schriften ab, die er utor
nac seiner eige ngabe 1861 vernichtet
hat7,
so stehen