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einseitig pointierenden, schließlich hypostasierten Gegenbegriffe
zu "Tradition" aus. - Dies bringt zwar ein Minus
an durchgängiger Geschichts deutung, statt dessen
aber ein Plus an unanfechtbarer Geschichts beschreibung,
mit sich, ohne daß man notwendig in Annalistik
oder Positivismus verfällt. Daß dies möglich ist, sollte
die vorliegende Arbeit beweisen.
Die ursprünglichen Koordinaten für eine historische
Aufarbeitung literarischer Sachverhalte sind also durch
zeitliches Nebeneinander und Nacheinander gegeben. „Post
hoc" oder "propter hoc"?1 Kausalität als Bezeichnung einer
Erkenntnisfunktion, die auf Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit
beruht, ist noch nicht "geschichtsnotwendige" Abfolge,
deswegen auch nicht "zwangshaft", sondern sie läßt sich ohne
Gewalt mit der von Stempel" vorgeschlagenen diachronischen
Interpretation „der Iin einer literarischen Reihe] unterschiedlichen
Verhältnisse in Stufe II, die den Wandel erschließt",
verbinden. Maßgebliche Gesichtspunkte sind also
Analogiebildung, Feststellung von Variationen, Parallelitäten,
typischen Kontrasten, wechselseitigen Abhängigkeiten,
pars pro toto usw. Auf solche Beziehungen unter den historischen
Fakten und namentlich unter den literarischen Formtypen
gründete sich die Analyse in der vorliegenden Arbeit. Die
Interpretation zwischen gleichzeitigen und zeitlich aufeinander
folgenden literarischen „Ereignissen" kann durchaus
nach dem Beispiel einer vergleichenden Strukturanalyse nach
Entstehungsstufen vor sich gehen.
Coserius fast bis zur contradictio in adjecto reichende
Dynamisierung des Systembegriffs zum Diasystem läßt darauf
schließen, daß die Oppositionen Bynchronie-Diachronie und
langue-parole von vornherein etwas thetisch-Projizierendes
an sich haben, und daß Übergangserscheinungen dabei außer
Betracht bleiben.
"Freilich stellt sich immer deutlicher heraus, daß die
Sprachtheorie mit einer einfachen Dichotomie nicht auskommt.
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einseitig pointierenden, schließlich hypostasierten Gegenbegriffe
zu "Traditi aus. - Dies bringt zwar ein Mi s
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