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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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.

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Einschätzung seiner Person durch die "Nachwelt" beschäftigt.



Daß eine „literarische Welt", der Untersuchungszeitraum

einer abgeschlossenen Vergangenheit", durch wirkungs- und

rezeptionsgeschichtliche Analysen mit späteren Stadien der

Wirkung konfrontiert werden muß/ und daß sich daraus Maßstäbe

 für die unterschiedliche Beurteilung vergangener und

gegenwärtiger Wirkung erwarten lassen, gibt derzeit vor allem

 der theoretischen Befassung mit Literaturgeschichtsschreibung

 einen neuen Reiz. Dahin geht derzeit der hermeneutische

 Trend fast aller einschlägigen Methodenvorschläge,

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vor allem seitens der Texttheorie und der Soziologie.

Damit verbunden ist freilich die Gefahr, das Kind mit dem

Bade auszuschütten und die Rekonstruierbarkeit einer eigenständigen

 Vergangenheit samt der Eigenständigkeit von deren

literarischer Kommunikation und allen ihren werk- und zeitimmanenten

 Qualitäten in "Prozeß" und "Wirkung" aufzulösen.

Was seit dem aufsehenerregenden Essay von Jauß von historisch

materialistischer Seite sowie von einem Gutteil der rezeptionsorientierten

 Texttheorie her in steigendem Maße zur

Forderung an die Literaturgeschichtsschreibung wird, bildete

 bereits die Grundthese in Schillers Geschichtsauffassung:

"Das Verhältnis eines historischen Datums zu der heutigen

Iunterstr. v. Schiller] Weltverfassung ist es also, worauf

gesehen werden muß, um Materialien für die Weltgeschichte zu

sammeln."

Insofern haben idealistische, historisch-materialistische

 und rezeptionsorientierte Geschichtsbetrachtung

überhaupt grundsätzlich dieselbe Perspektive auf die historische

 Dimension.

Ebensowenig wie man aber das ganze System des transzendentalen

 Idealismus Kants oder die Hegelsche Geistlehre in

letzter Konsequenz für die Einsicht in diese methodische

Forderung akzeptieren muß, bedarf es der historisch-materialistischen

 Dialektik, um in der „wechselseitigen Erhellung"

der Gegenwart (und Zukunft) durch die Vergangenheit (und

vice versa) eine elementare Perspektive zu erkennen, die der

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Einschät seiner Person durch die "Nachwelt beschäfti
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