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Einschätzung seiner Person durch die "Nachwelt" beschäftigt.
Daß eine „literarische Welt", der Untersuchungszeitraum
einer abgeschlossenen Vergangenheit", durch wirkungs- und
rezeptionsgeschichtliche Analysen mit späteren Stadien der
Wirkung konfrontiert werden muß/ und daß sich daraus Maßstäbe
für die unterschiedliche Beurteilung vergangener und
gegenwärtiger Wirkung erwarten lassen, gibt derzeit vor allem
der theoretischen Befassung mit Literaturgeschichtsschreibung
einen neuen Reiz. Dahin geht derzeit der hermeneutische
Trend fast aller einschlägigen Methodenvorschläge,
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vor allem seitens der Texttheorie und der Soziologie.
Damit verbunden ist freilich die Gefahr, das Kind mit dem
Bade auszuschütten und die Rekonstruierbarkeit einer eigenständigen
Vergangenheit samt der Eigenständigkeit von deren
literarischer Kommunikation und allen ihren werk- und zeitimmanenten
Qualitäten in "Prozeß" und "Wirkung" aufzulösen.
Was seit dem aufsehenerregenden Essay von Jauß von historisch
materialistischer Seite sowie von einem Gutteil der rezeptionsorientierten
Texttheorie her in steigendem Maße zur
Forderung an die Literaturgeschichtsschreibung wird, bildete
bereits die Grundthese in Schillers Geschichtsauffassung:
"Das Verhältnis eines historischen Datums zu der heutigen
Iunterstr. v. Schiller] Weltverfassung ist es also, worauf
gesehen werden muß, um Materialien für die Weltgeschichte zu
sammeln."
Insofern haben idealistische, historisch-materialistische
und rezeptionsorientierte Geschichtsbetrachtung
überhaupt grundsätzlich dieselbe Perspektive auf die historische
Dimension.
Ebensowenig wie man aber das ganze System des transzendentalen
Idealismus Kants oder die Hegelsche Geistlehre in
letzter Konsequenz für die Einsicht in diese methodische
Forderung akzeptieren muß, bedarf es der historisch-materialistischen
Dialektik, um in der „wechselseitigen Erhellung"
der Gegenwart (und Zukunft) durch die Vergangenheit (und
vice versa) eine elementare Perspektive zu erkennen, die der
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