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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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„Die Kühe geben nicht viel Milch, woran mehr das schlechte

Wetter als Futtermangel schuld ist

Auf diese immer auf Verknüpfung von Symptomen bedachte

Art faßt FMF seine volkswirtschaftlichen Beobachtungen zu

einem Komplex von Erfahrungen zusammen, dessen Teile für

ihn wiederum mit Tatsachen (komplexen) aus anderen gesellschaftlichen

 Bereichen, etwa Formen der unterhaltsamen

Begegnung korrespondieren: „Auf der Auer Kilbe 1=Kirchweihl

war es schlecht. Wenig Leute, wenige Geschäfte, kein Tanz.

Dein Bruder hat seinen Käs wie viele dem J.A. Ratz auf Gna¬„8


de und Ungnade überlassen

Besonders häufig ist in dieser Art von der Haupterwerbsquelle

 jener Gegend, der Viehzucht und hier wieder mehr von

Ausnahms- und Schadenfällen als vom normalen Ablauf die

Rede: vom Kalben der Kühe“, von Rinderkrankheiten und deren

Ursachen und Folgen“, und Jahr für Jahr von dem volkswirtschaftlichen

 Risikofaktor ersten Ranges: der Heuproduktion,

die zu einem hohen Grad von Gunst und Ungunst der Witterung

abhängt. Häufiger als einen Satz wie „Das Wetter ist herrlich,

 Gras so genug als Wasser", hört man gegenteilige Berichte,
 auch Klagen über das „am Schaden liegende Heu"“

und den daraus folgenden Futtermangel in den Wintermonaten:

"Wenn das Sprichwort: Es wächst jedem Winter sein Heu! sich

auch heuer bestätigen soll, so muß der Winter sehr kurz

sein, so kurz und leicht eben wie das Heu"1; "Die Heuernte

 war vom besten Wetter begünstigt, ist aber sehr spärlich

 ausgefallen"

"In dieser Woche hat's täglich geschneit,

 das Vieh kann sich noch kaum erhalten und die

„14
Heupreise beginnen zu steigen"

FMFS Äußerungen zum Vieh- und Holz¬Milch-

 und Käsehandel,

 sowie zu Einkommen und Besitz der Bauern verraten

 eine intime Kenntnis der finanziellen Verhältnisse

in seiner Heimat. "Und ich bin doch auch ein Wälder und

kann rechnen"

Selbst beiläufige Bemerkungen sind durch

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"Die K e eben nicht i l il , w r ehr das schlechte

t r r angel schuld

ist117.
Auf diese i mer auf Verknüpfu von Sy t en bedachte
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schaftlichen Bereichen, etwa For en der terhaltsamen
B ung kor espondieren: " f   er il [ irchweih]

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 Gras so genug als Wa ser", hört man gegenteilige Berichte,
 auch Klagen über das "am Schaden liegende

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un d dar folgende Futter in den Winter ten:
" enn das Sprichwort: Es ächst jedem Winter sein Heu! sich
au er estäti en l, so mu i ter sehr urz
sein, so kurz und leicht eben wie das Heu"12;

"Die

Heuernte
 war v besten Wetter begünstigt, ist   -

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lieh ausgef ; "In dieser Wo he hat' tä lich geschneit,
 das Vieh kan sich noc um erhalten und die
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F s Äußerungen zum Vieh- d l

-15,

Milch- und Käsehandel


16,

sowie zu Einko men un esitz der Bauern verraten
 eine intime K tnis er i a ziell n rhältnisse
in seiner Heimat. "Un ic bin doc au l er und
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Selbst beiläufige Bemerkun h
            
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