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Full text : Die Entstehung von Franz Michael Felders Roman "Reich und arm". Ein "Erwartungshorizont

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den und daher Einflußreichen findet er im Gegensatz zu

den Armen“ ein ganzes Register zumindest ironisierender

die "gol¬Bezeichnungen:
 „Die Reichen", "die Dicken"

"2 "die Geldsäcke" (als Personenbezeichnung)
denen Kälber

- Süffisant berich¬"die
 Käsgrafen", "die Kapitalisten"

tet er von Erbstreitigkeiten und Fehltritten innerhalb

der bäuerlichen Geldaristokratie, glossiert er Geldheiraten,

 etwa durch die Verballhornung: „Es prüfe, wer sich

Die
ewig bindet/ob Geldsack sich zu Geldsack findet"

Dörfer Au und noch deutlicher Schoppernau erscheinen in

seinen Briefen nach Wohnbezirken für Reiche und Arme unterteilt:

 „An der Gemeinderechnung kamen die [ärmeren] Oberdörfler

 mit warmem, die [reicheren] Unterdörfler aber mit

kaltem Wind zum Kronenwirt, aus diesen ungleichen Winden

entstand natürlich ein tüchtiger Sturm, dieser Sturm riß

schonungslos die deckenden Wände von den hiesigen Verhältnissen

 hinweg - und wer Augen hatte, konnte sehen, wer

Ohren hatte, hören und - lieber Freund! ich, sah und
hörte. Im "Nümmamüller“ erscheinen diese beiden Schopper

nauer Gemeindeparzellen literarisiert.

Vermögensverhältnisse, Lebens- und Arbeitsbedingungen im

Hinterbregenzerwald.

Obwohl Amateur, gibt Alois Stockmayr,2 bis 1864 Pfarrer

in Schoppernau, in der Pfarrchronik ein aufschlußreiches Bild

der sozio-ökonomischen Verhältnisse in Schoppernau um das

Jahr 1858, das auch noch die sechziger Jahre hindurch gilt,

und in dem trotz Herausstreichen persönlicher Anschauungen

( - auch etwas Lokalstolz spielt mit - ) Ursachen und Wechselwirkungen

 ökonomischer Art im ganzen ausgewogen, vielleicht

 etwas harmonisierend, hervortreten. Sein Bericht

zeigt, wie fundiert wissend und konstruktiv sich früher

die Geistlichen auch um die sozialen Angelegenheiten der

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de

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"die Geldsäcke" (als Personenbezeichnung),
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der bäue i ratie, l ssiert er Geldheiraten,
 etwa dur i V ll ornung: "Es prüfe, wer sich
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findet1128.

Die
Dörf A d och deutli r ppernau erscheinen in
seinen Briefen nach Wohnbe i Reic un e unterteilt:
 "An der Gemeinderechnung ka n [ ärmer Ob ­
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kalte d um Kronenwirt, aus i l i den
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schonu l die deckend ände von den hiesigen er ältni
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O ren hatte, hören und - lieber Freund! ich sah u
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 eindeparzell n literarisiert.

Ver L itsbedingungen im
Hinterbre e

O ohl Amateur, gibt Alois Stockmayr,

30

bis 864 Pfar er
in Scho rnau, in r arrchronik ein aufschlußreiches Bild
der sozio-ökon en r l in Schopp   das
Jahr 18 , a ch die s chziger Jahre hindurch gilt,
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( - auch etwas Lokalstolz spielt mit - ) Ursachen und Wechselwirku
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zeigt, wie fundiert wisse d onstruktiv sich früher
die Geistlichen auch u s iale An heiten der
            
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