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von FMF wurden als Folge der Stickerei eine Reihe gesellschaftlicher
Nachteile beklagt: Die "sitzende Lebensart
und Mangel an Bewegung wirkten sich "verzärtelnd" und
gesundheitsschädigend auf Augen und Lunge aus; STM
stellt fest, „daß gerade aus den fertigsten Stikerinnen,
die ungeschicktesten Hausmütter werden", daß "des Gelderwerbes
wegen" die Haushalte vernachlässigt und das Familienleben
zerstört würden”Die „Weiberherrschaft"im
Bregenzerwald” die FMF in RA aus allgemeinen historischen
Ursachen (Zusammenbruch der Wälderrepublik und Demoralisierung
der Bauern) erklärt, hat ihren plausibleren Grund wohl
in der Tatsache, daß die Frauen mit Sticken bedeutendes
Bargeld ins Haus brachten. (Dies ist zumindest die Ansicht
von Franz Michel Willam - nach mündlicher Mitteilung).
Pfarrer Brändle in Krumbach sieht bereits 1829 die Stickerei
als Ursache für die Vernachlässigung der Landwirtschaft und
für die Vermehrung der „Söldner und Söldnerhütten, indem
in jenen Zeiten viele ohne Haus und Grundeigentum, einzig
auf das Sticken gestützt, ohne an die Möglichkeit anderer
Umstände zu denken, so in den Ehestand eilten, als wenn sie
reiche Kapitalisten wären. Daher gegenwärtig eine so große
Anzahl armer Familien
Dem kann man hinzufügen, daß von
der Stickerei auch das ohnehin nicht sehr florierende selbständige
Handwerk stark verdrängt wurde und auch in dieser
Hinsicht ein solider Mittelstand sich nicht recht entwickeln
konnte.
Hingegen förderte die Stickereiheimarbeit im hinteren
Bregenzerwald auch "eine gesellschaftliche Seite, die das
Gewerbe und die Industrie, schon aus disziplinären Gründen,
nicht kannten: nämlich das ungezwungene, freiwillige, zeitlich
nicht vorgeschriebene Zusammenkommen der Dorfbewohner“
Auf diese Bedeutung der Stickerei hat FMF häufig hingewiesen.
Die "Stickstubat" ist ein bevorzugter Schauplatz in seinen
Erzählungen. - Bestickt wurden vor allem Tüchlein, feinere
Leinwand, Wäsche, Vorhänge, auch Wollstoffe. Alles wurde
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