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arbeit waren Hauptgründe der Mangel an Verdienstmöglich
keiten zu Hause und die durch Erbgesetze noch hoffnungslosere
Verschuldung der Güter. Ein verschuldetes Anwesen
mit 5 Kühen konnte nicht eine Familie mit durchschnitt¬99"In
früheren
lich [!] 6 (erwachsenen) Kindern erhalten
Zeiten gingen mehrere Pfarrkinder als Stukkador ins Ausland,
und manche von ihnen brachten einen fett gespikten
Beutel nach Hause, oder kauften sich im Auslande mit dem
Erworbenen ein hübsches Anwesen. Seit ein paar Dezennien
aber hat dieser Erwerb sehr abgenommen; und jene welche
als Stukkador und Gypser ins Ausland gehen, machen keine
Pfarrer
besonders gewinnreiche Spekulationen mehr
Georg Rüscher bemerkt anschließend: „Stukkador gibt's anno
1880 keine mehr.
Die besseren Arbeiter brachten 90-120 fl mit; es konnte
aber auch geschehen, daß ein Fremdler, damit er im Ausland
seine Schulden bezahlen und heimreisen konnte, von der
Heimat unterstützt werden mußte, wie etwa FMFS Vetter und
Jugendfreund, der „Uhrenmacher" Johann Josef Felder. Dieser
und der etwas jüngere Schneider Josef Natter dürften
zu den letzten Auswanderern aus Schoppernau mit typischem
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Fremdlerschicksal gehört haben
Von der Geistlichkeit wurde oft darüber geklagt, daß
die Fremdler „mit dem vielen Geld auch Luxus, fremde Trachten,
weltliche Sitten und auch Sünden mit in die Heimat
102Tatsache ist, daß sie oftmals mit aufbrächten"
klärerischen und politisch unruhigen Bestrebungen am Arbeitsplatz
oder innerhalb von Handwerkervereinen in Berührung
kamen, aus Leihbibliotheken ein unverarbeitetes
Lektürewissen und einen entsprechenden Jargon nach Hause
bestätigen
brachten. Die Briefe einiger Fremdler an FMF
dies. Ändere fügten sich in die häusliche Ordnung wieder
ein, als ob sie nie fort gewesen wären. Zuweilen kam aber
doch einer mit ernstzunehmenden sozialen Impulsen zurück.
FMF hielt die Besseren unter den Fremdlern für ein wichti¬-
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