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wenn er "recht ärgerlich" ist, denkt er daran, alles zu
50. Er macht es
verkaufen und von den Zinsen zu leben
wie seine zahlreichen Schicksalsgenossen: er borgt Geld.
Wie fast jeder Jungbauer, der zur Existenzbegründung ins
Lechtal um Geld geht, hat er seine Stammschuld bei mehreren
dieser Geldverleiher
und muß die Eintreibung
fürchten: „Ein Lechtaler Kapitalist (Schwarz) bringt die
Wälder sehr in Verlegenheit, indem er etwa 80.000 fl auf¬138
kündet, auch ich werde für 400 fl zu sorgen haben"
In solchen unvorhergesehenen Fällen bedrängt ihn die Frage,
wo sonst er das Geld bekommen könnte. Wohl von einem „Großen'
in Schoppernau, aber dann muß er um die freie Meinungsäußerung
fürchten. Mehrere Male steht ihm der gutsituierte
139
KM bei
Die „Peinlichkeit", derartig prekäre Situationen „erleben
zu müssen
widerfährt FMF während der ersten Ehe¬141
jahre - von 1861 bis etwa 1866
ziemlich oft. In dieser
Zeit blieben die Preise im allgemeinen verhältnismäßig
stabil'1. Besonderen Schwankungen waren der Herbst des Jahres
1861 und der Sommer und Herbst 1865 ausgesetzt, wo FMF
von einer spärlich ausgefallenen Heuernte, nur geringfügigen
Holzversteigerungen und vom Sinken der Pachtzinse berichtet,
weil es überall an Geld fehle
Das Frühjahr 1866
war durch Winterwetter bis über Mitte Mai und Steigen der
Heupreise beeinträchtigt; im Juni stiegen allerdings die
144
Milchpreisedie
Stickerei war den Sommer über gut bezahlt,
im übrigen gingen jedoch infolge des Kriegs gegen
15 "die Geschäfte" schlecht, "da und
Preußen und Italien
dort sagt man vom
Verderben"oviele Saisonarbeiter
("Fremdler") kehrten wegen Arbeitsmangel aus der Fremde
147
nach Schoppernau zurück
, bei den Zahltagen an der
148
zeigte sich die Ab¬ Sommerkilbe
und am Kathrinentag
150
Eine
hängigkeit vom Zwischenhandel deutlicher denn je
allgemeine leichte volkswirtschaftliche Erholung bahnte
sich jedoch bereits in diesem Herbst an und dauerte das
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