Flaggen (Fortsetzung) Fleischbeschau
139
---- des Reiches. — FC. 15. 3. 1938 RGBl. I g. 247, ö@»t. Nr. 6/1938, § 2: G. 15. 9. 1935
RGBL. I 0. 1145 (ReichsflaggenG.), öGBL. Nr. 6/1938. EU. 14. 1. 1939 RGBL. I S. 33, öGBl. Nr. 99/1939:
V. 17. 1. 1936 NGBL I g. 15 (Flaggenführung der Schiffe), öGBl. Nr 99/1939, § 2; 8. 31 10. 1935
RGBL I g. 1287 (Reichsdienstflagge), öGBL. Nr. 99/1939. — Slg. Ih 1 und I a 7. — 83. 11. 4. 1935
RGBL. I g. 507 (Standarte des Führers); EU. 5. 10. 1935 ROBI. I S. 1285 (Reichskriegsflagge), I. —
Slg. I a 7 S. 23.
Die Reichs- und Nationalflagge ist die allgemein bekannte Hakenkreuz-
flagge in den Reichsfarben Schwarz Weisz Rot.
Die Standarte des Führers und Reichskanzlers ist ein gleichseitiges,
schwarz-weisz-schwarz gerändertes, rotes Rechteck, das inmitten einer runden weiszen
Scheibe ein von einem goldenen Eichenkranz umrahmtes, schwarz-weisz gerändertes,
schwarzes Hakenkreuz trägt; in den vier Ecken der Standarte befinden sich abwechselnd
der Adler auf dem Hakenkreuz im Cichenkranz und der Adler der Wehrmacht, beide
in Gold.
Die Reichsdienstfagge ist ein rotes Rechteck, das in der Mitte eine schwarz-
weisz geränderte weisze Scheibe mit einem schwarzweisz geränderten schwarzen Hakenkreuz
trägt, dessen unterer Schenkel nach der Stange zu geöffnet ist; in der inneren oberen
Ecke der Flagge befindet sich das schwarz-weisze Hoheitszeichen des Reiches (f. d.), bei
dem der Kopf des Adlers zur Stange gewendet ist.
Die Flagge des Reichsarbeitsdienstes ist für die männliche und die
weibliche Jugend verschieden; die Flagge für die männliche Jugend Zeigt auf
rotem Grunde in weiszem, kreisrundem Spiegel das schwarze Symbol des Reichsarbeits-
dienstes für die männliche Jugend, ein aufwärts gerichtetes Spatenblatt mit zwei über
dem Spatenschaft gekreuzten Uhren, während die für die weibliche Jugend auf
rotem Grunde in weiszem, kreisrundem Spiegel das schwarze Symbol des Reichsarbeits-
dienstes für die weibliche Jugend, das auf der Spitze stehende Hakenkreuz mit darunter-
liegenden gekreuzten Uhren, zeigt.
Die Reichskriegsflagge ist ein rotes Rechteck, auf dessen Mittelachse, etwas
nac der Stange verschoben, sich eine zweimal schwarz-weisz geräuberte weisze Scheibe mit
einem ebenfalls schwarz-weisz geränderten Hakenkreuz befindet, dessen unterer Schenkel
nach ber Stange zu geöffnet ift; unter ber weiszen Scheibe liegt ein biermal weisz unb
bretmal schwarz gestreiftes Kreuz, beffen Balken bie Verlängerung beS senkrechten unb
waagrechten Durchmessers ber weiszen Scheibe bilden; im inneren, oberen roten Felde
steht ein weisz geränberteS Eisernes Kreuz. Die Gösch ber Kriegsflagge ift gleich mit
ber Handelsflagge.
Die Handelsflagge ist bie Hakenkreuzflagge, bei ber bie weisze Scheibe in ber
Mitte mit bem schwarzen Hakenkreuz etwas nach der Stange verschoben ift. Die Handels-
flagge kann in bestimmten Fällen auch noch mit einem zusätzlichen Zeichen (Eisernes
Kreuz, Anker) versehen fein.
Über bie Verwendung ber einzelnen Flaggen s. „Beflaggung".
---- ber Religionsgesellschaften (Kirchenflaggen). — 2. DU. a. NeichsflaggenG.) 28. 8.
1937 RGBL. I S. 917, öGBl. Nr. 99/1939, § 2 Abs. 1 und § 4. RC. 3. 3. 1939 RMBliV. S. 403 (Flaggen-
setzung der Religionsgesellschaften). — Slg. Ia 7 S. 6 und 21.
Diese Flaggen sind an fiel) unberührt geblieben, ihre Verwendungsmöglichkeit ift
jedoch sehr eingeschränkt; s. hierzu „Beflaggung".
Fleckfieber (Flecktyphus) s. „Seuchenbekämpfung".
Fleisch, Ausgleichabgabe s. „Ausgleichsabgabe auf frisches Fleisch".
Fleischbeschau. — EU. 30. 10. 1940 NGBL. I g. 1467: 9. 29. 10. 1940 RGBL. I g. 1463 (Fleisch-
beschaugeset). DV. 1. 11. 1940 RWMBl. S. 289. V. 21.. 3. 1941 RGBL. I S. 157 (Fleischbeschaukostenverord-
nutng); V. 21. 3. 1941 RMBL. 9. 61 (Fleischbeschaugebührenverordnung für bie Reichsgaue ber Ostmark),
WrVBL. Nr. 51/1941; AB. 22. 3. 1941 RMBliV. S. 531. — Slg. IV d 7, S. 1, 15 unb 45. — V. 4. 9. 1939
RGBL I S. 1617 (vorübergehende Einfuhrerleichterungen für Fleisch unb Fleischwaren), öGBl. Nr. 1111/1939.
V. 31. 10. 1940 RGBl. I S. 1468 (Einfuhr von Fleisch und Fleischwaren). — Slg. IV d 7 S. 13 unb 37.
Das Gesetz unterscheidet bie Untersuchung vor ber Schlachtung (Schlachttierbeschau)
unb nac ber Schlachtung (Fleischbeschau).
Voraussetzung jeder Untersuchung ift, dasz bas Fleisch zum Genusz von Menschen ver-
wendet werden soll. Schweine unb Hunde sind nac ber Schlachtung auch auf Trichinen zu
untersuchen. Bei Notschlachtungen darf bie Schlachttierbeschau, nicht aber bie Fleischbeschau