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Luftschutz (Fortsetzung)
d. 8. 25. 8. 1941 RGBL. I 0. 168 und 18. 4.' 1941 NGBL. I S. 212; — 2. DU. 4. 5. 1937 RGBL I •. 566
(Luft chutz äume), DGBL. Nr. 315 1938, F. d. WV. 1. 9. 1939 RGBL. 1 0. 1626 öGBL Nr. 1237/1939
1. A3. 1. 5. 1937 viGol. I S. 568 (Schutzraumbestimmungen), öGBL. Nr. 315/1938; 2. AB. 2. 9. 1939
RGBL. I S. 1581 (Sonderbaubestimmungen), öGBl. Nr. 1163/1939; — 3. DU. 4. 5. 1937 RGBL. I S. 566
(Entrümperung), 8. d. As. 1. 9. 1939 NG Bl. I O. 1626, BGBL. Nr. 1237/1939, und 25. 3. 1941 RGBL. I
0. 105; — 4. DV. 31. 1. 1938 RGBl. I S. 197 (Luftschutzgegenstände), j. d. A8. 1. 9. 1939 RGBl. I S. 1626
öGBl Nr. 1237/1939; — 5. DV. 21. 3. 1938 RGBL. I S. 312 (ärztliche Untersuchungen), öGBl. Nr. 315/1938. —
Slg. Ig 20.
6. DV. 13. 2. 1939 RGBL. I G. 324, F. d. 28. 1. 9. 1939 RGBL. I G. 1626 (Feuerlöscheinrichtungen)
öGBL. Nr. 297/1939; — 7. DU. 23. 5. 1939 RGBL. I S. 963, F. d. 23. 1. 9. 1939 RGBL. I S. 1626
(Beschaffung von Selbstschutzgerät), öGBl. Nr. 707/1939; — 8. DU. 23. 5. 1939 RGBL. I S. 963, J. d. A
1. 9. 1939 NGBL. I S. 1626 (VerdunkelungsV.), BGBl. Nr. 708/1939; 1. As. 4. 7. 1941 RGBl. I S. 455 (Ver-
duntlungsmasznahmen an den Beleuchtungsvorrichtungen der Landfahrzeuge); 2. A8. 3. 11. 1941 RGBL. I S. 711
(Erleichterungen bezüglich der Beleuchtungsvorrichtungen der Kraftfahrzeuge): — 9. 08. 17. 8. 1939 RGBL. I
S. 1391, F. d. AV. 1. 9. 1939 RGBL. I O. 1626 (Behelfsmäszige Lustschutzmasznahmen in bestehenden Ge-
bäuden), öG Bl. Nr. 1043/1939; 1. AB. 17. 8. 1939 RGBL. I S. 1393 (Behelfsmäszige Herrichtung von Luft-
schutzräumen), öGBL. Nr. 1044/1939; 2. AB. 12. 3. 1940 RGBL. I S. 486 (Mauerdurchbrüche in bestehenden
unmittelbar benachbarten Gebäuden); — 10. DV. 1. 9. 1939 RGBL. I S. 1570 und 1772 (Luftschutzmäszigeg
Verhalten bei Luftangriffen und Luftschutzübungen), öGBl. Nr. 1101/1939; — 11. DV. 15. 8. 1940 RGBL. I
O. 1109 (Disziplinarstrafordnung für den Sicherheits- und Hilfsdienst I. Ordnung und Luftschutzwarndienst).
— Slg. Ig 20 S. 61.
Aufgabe des passiven (zivilen) Luftschutzes ist es, das deutsche Volk und das Reichs-
gebiet vor den Folgen von Luftangriffen zu schützen, insbesondere Masznahmen zu
treffen, um:
a) Bevölkerung, Dienststellen und Betriebe zu warnen (Luftschutzwarndienst),
b) bei Personen- und Sachschäden Hilfe zu leisten und bei der Aufrechterhaltung der
öffentlichen Sicherheit und Ordnung, soweit sie durch Luftangriffe gestört oder gefährdet
wird, mitzuwirken (Sicherheits- und Hilfsdienst I., II. und III. Ordnung),
c) industrielle und gewerbliche Betriebe und die in diesen tätigen Personen zur Auf-
rechterhaltung eines ungestörten Ganges des Betriebes zu schützen (Werksluftschutz),
d) öffentliche und private Gebäude, Dienststellen und Betriebe sowie die in ihnen
befindlichen Personen zu schützen (Selbstschutz),
e) öffentliche und private Gebäude, Dienststellen und Betriebe, soweit für sie der
Selbstschutz nicht ausreicht, ein Werksluftschutz aber nicht notwendig ist, sowie die in
ihnen befindlichen Personen zu schützen (Erweiterter Selbstschutz).
Die oberste Leitung des Luftschutzes steht dem RLuftMin. zu.
Der Luftschutzwarndienst und Sicherheitsdienst I., II. und III. Ordnung obliegt, soweit
der NRLuftMin. sich bei der Durchführung nicht der Luftwaffe bedient, den Polizei- und
Polizeiaufsichtsbehörden (im Reichsgau Wien den Polizeipräsidenten); andere Einrich-
tungen, insbesondere solche des Feuerlosch-, Gesundheits-, Bauwesens, der Straszen-
reinigung, des Deutschen Roten Kreuzes können zur Mitwirkung herangezogen werden.
Der Werksluftschutz obliegt den zugehörigen Betrieben unter Leitung der Reichs-
gruppe Industrie.
Der Selbstschutz ist Sache der Bevölkerung. Mit seiner Durchführung und über-
wachung ist der Reichsluftschutzbund (f. d.) betraut.
Zur Sicherung des Luftschutzes ist eine allgemeine Luftschutzpflicht festgelegt:
alle Deutschen sind zu Dienst- und Sachleistungen sowie zu sonstigen Handlungen,
Duldungen und Unterlassungen verpflichtet, die zur Durchführung des Luftschutzes
erforderlich sind. Ausländer und Staatenlose, die im Reichsgebiet Wohnsitz, Aufenthalt
oder Vermögen haben, sind luftschutzpflichtig, soweit nicht Staatsverträge oder allgemein
anerkannte Regeln des Völkerrechts entgegenstehen. Auc alle juristischen Personen, nicht
rechtsfähigen Personenvereinigungen, Anstalten und Einrichtungen privaten und öffent-
lichen Rechts, die im Deutschen Reic Sitz, Niederlassung oder Vermögen haben, trifft
die e Pflicht. Zu persönlichen Diensten dürfen Personen nicht herangezogen werden, die
infolge ihres Lebensalters oder ihres Gesundheitszustandes ungeeignet erscheinen oder
deren Heranziehung mit ihren Berufspflichten gegenüber der Volksgemeinschaft, ins-
besondere mit den Pflichten eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses, nicht zu ver-
einbaren ist.
Über die Verpflichtungen zu luftschutzmäszigem Verhalten bei Luftangriffen und
Luftschutzübungen, zur Verdunkelung itsiv. wird die Bevölkerung laufend durch öffentliche