Johann Bachmann (1731-1733)12
geb. am 6.August 1694, war Magister der Philo
sophie. In Götzis wirkte er 1723 als Koopera
tor. Schon vor 1731 war er als Aushilfspriester
in Weiler tätig, bis er schließlich zum Pfarrpro
visor ernannt wurde. Er starb am 9. Juni 1734 in
Rankweil, wovon sein Epitaph Zeugnis gibt.33
Johann Christoph Pfefferkorn (I733-I738)34
wurde am 9. Februar 1733 von Kaiser Karl V. auf
die Pfarre Weiler präsentiert. Über ihn konnte
weiter nichts in Erfahrung gebracht werden.
Andreas Parthen (1738-1741)38
stammte aus Feldkirch. Er studierte am Feld
kircher Lyzeum im Jahre 1733 Logik. Parthen
wirkte nach seiner Tätigkeit als Pfarrer in Weiler
zehn Jahre als Kaplan in der Pfarrei Obersaxen
in Graubünden.36
Johann Christoph Vonbun (1741-1787)"
stammte aus Ludesch. Wie sein Vorgänger stu
dierte er am Feldkircher Lyzeum zwischen 1733
und 1735. 1741 wurde er auf die Pfarre Weiler
berufen. Anlässlich einer Visitation in seinen An
fangsjahren wurde kritisiert, dass in Weiler ,,die
Kirchen-Paramente so ziemlich abgängig und in
schlechtem Stand erfunden worden“.38 Die Ge
meindevorstehung beklagte sich anlässlich der
Visitation auch, dass der Pfarrer für die Bruder
schaftsprozessionen und für die Eheverkün
digungen mehr verlange als bisher üblich. In sei
ne letzten Jahre fielen die kirchlichen Neuerun
gen durch Joseph II. 1784 wurden alle Bruder
schaften aufgehoben. Die Kirche in Weiler wur
de kurzzeitig sogar geschlossen.Vonbun war mit
47 Jahren Amtstätigkeit einer der am längsten in
Weiler wirkenden Priester.
Johann Jakob Ebenhoch (1788-1813)39
wurde in Feldkirch geboren und kam zwei Jahre
nach seiner Priesterweihe nach Weiler. In seiner
Amtszeit erfolgte die Wiederzulassung der
Allerheiligenbruderschaft nach den josephini
schen Reformen und bauliche Ausgestaltungen
der Kirche. Im August 1813 wurde Ebenhoch
nach Klaus versetzt. Zwischen 1798 und 1800
weilte neben Ebenhoch mit Jean Francois
Xavier ein weiterer Priester in Weiler. Er war
aus dem französischen Bistum Besancon emi
griert.
Von ihm könnte der kunstvolle Kelch stammen,
den der gebürtige Weilerer Pfarrer Johann
Georg Bawart laut dem Kirchenhistoriker
Ludwig Rapp von zwei französischen Priestern
erworben und in die Pfarrei Meiningen mitge
nommen hat.
Josef Sugg (1813-1814)
stammte aus Dalaas. Er war in Weiler ein halbes
Jahr als Pfarrprovisor tätig.
Johann Georg Morscher (1814-1840)40
wurde 1780 in Göfis geboren und war vor sei
ner Bestellung als Pfarrer von Weiler Frühmes
ser in Satteins gewesen. Die kirchliche Neuord
nung Vorarlbergs - das Land war bisher auf die
drei Diözesen Konstanz, Chur und Augsburg
aufgeteilt gewesen - erfolgte 1818/1819, und
Morscher geriet zusammen mit seinem Vorgän
ger, Pfarrer Ebenhoch aus der Pfarrei Klaus, in
den Verdacht, gegen die Einrichtung eines
Generalvikariats Feldkirch zu sein.41
Diese Haltung wurde vom Gubernium auf
Churer Einfluss zurückgeführt. Doch erwiesen
sich die den beiden angelasteten konspirativen
Sitzungen als Pastoralkonferenzen. 126