Ausbildung innerhalb der Morscher-Sippe gro
ßer Wert gelegt wurde. So studierte Josef
Morscher in Linz, wo er 1743 starb. Franz
Morscher absolvierte sein Theologiestudium
am Feldkircher Lyzeum. Der Ausbildungsstand
in Lesen, Schreiben und Rechnen war nicht in
allen Haushalten von Weiler gleich. Zwischen
1656 und 1700 begegnen uns zwar 34 unter
schiedliche Haushaltsvorstände als Seckelmeis
ter. Sie alle hatten Buch zu führen und über die
Ein- und Ausgaben der Gemeinde Rechnung zu
legen. Umgerechnet auf die 46 Häuser, die
Weiler zu dieser Zeit aufwies, hieße das, dass 75
Prozent aller Haushaltsvorstände über eine
Ausbildung verfügten. Dieser errechnete Anteil
wird relativiert durch die wenig variierenden
Familiennamen: Watzenegger, Brüß, Kathan,
Ludescher, Speckhly, Keckhisa (Keckeis), Jenny,
Tschugg, Hirschauer, Walser, Peter, Koch,
Schöch, Madlener, Zimmermann - nur unter die
sen 15 Familien wechselte das Seckelmeister
amt. Die Befähigung für dieses Amt blieb damit
rund einem Drittel der Haushaltsvorstände
vorbehalten.
Katechismus, Kinderlehre
Neben der lateinischen und deutschen Schule
als wichtige Bildungsstätten im nächsten Umfeld
von Weiler war die vom Konzil von Trient gefor
derte Einführung der Kinderlehre ein zentraler
Bildungsfaktor für die Bevölkerung. 1587 be
stimmte ein Mandat Erzherzog Ferdinands an
seine Beamten in Ober- und Vorderösterreich,
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