dass das Dekret des Trienter Konzils betreffend
die an allen Sonntagen und auch sonst in den
Pfarrkirchen und Filialkirchen zu haltende
Christenlehre ausgeführt werde.5
Wie in seelsorglichen Angelegenheiten, so waren
in Weiler auch für die Katechese die
Rankweiler Pfarrer zuständig. Und wie in seelsorglichen
Angelegenheiten gab es bei einer
Visitation bischöflicher Kommissare 1595 auch
in Bezug auf die Kirchenlehre Anstände.6 In der
Nachbargemeinde Röthis war die Katechese
1595 ebenfalls noch nicht eingeführt.7 Zu
Beginn des 17. Jahrhunderts jedoch gab es in
Röthis bezüglich der Kinderlehre keine Beanstandungen
mehr durch den Churer Bischof.
Zeitraum Lehrer bzw. Schulleiter
1701-1731 Sudrell Johann Christoph
1731-1733 Bachmann Johann
1733-1738 Pfefferkorn Johannes Christoph
1738-1741 Parthen Andreas
1741-1775 Vonbun Johann Christoph
1775-1792 Bawart Johannes
1793-1818 Längle Johann Michael
1818-1820 Langle Christoph
1821-1845 Seyfried Johann Michael
1845-1876 Atzger Johann
1876-1879 Gunz Johann
1879-1900 Scheyer Ignaz
1900-1921 Kegele Michael
1921-1938 Seyfried David
1938-1942 Golmeyer Franz
1942-1945 Kilga Wilfried
1945-1968 Gabriel Rudolf
1968-1973 Sonderegger Werner
1973 Ellensohn Matthäus
Die Einführung und Verbesserung der Katechese
war 1699 ein wesentliches Argument bei
der Separation der Allerheiligenkirche von der
Rankweiler Mutterkirche, und es hieß im Brief
der Bewohner von Weiler an den Fürstbischof
Ulrich VII. von Federspiel, dass „die Kinder in
Nothwendigster Kinderlehre nit einmal durch
das ganze iahr vnderrichtet werden“.8
Der „Fundator dasiger Schuel“
Johann Christoph Sudrell war nicht nur Gründer
der Pfarre Weiler. Auf ihn ging auch die
Gründung einer Schule zurück. Bei Einrichtung
seines Benefiziums stellte er die Bedingung,
„dass der Pfarrer einen Kirchenvater, Schulleiter
und Mesner aufnehme, mit einer gewissen
Zustimmung der Gemeinde“.5 Sudrell wird deshalb
im Stifterbuch der Allerheiligenkirche in
Weiler als „Fundator dasiger Schuel“ bezeichnet.'0
In seinem Testament bestimmte er 400
Gulden Kapital zu einer Jahrtags-, Schul- und
Kinderlehrstiftung." Aus letzterer wurden für
die besten Katechismusschüler Bücher beschafft.12
Dem Schullehrer zahlte man von den
Zinsen des gestifteten Kapitals jährlich zehn
Gulden.
Schulleiter in Weiler13
Zunächst unterrichteten die Priester in der
Nachfolge Sudrells die Weilerer Kinder. Die
„Allgemeine Schulordnung“ der Kaiserin Maria
Theresia aus dem Jahre 1774 förderte die
Bildungsarbeit im aufgeklärten Sinn. Der Religionsunterricht
wurde zurückgedrängt. Der erste
Lehrer nach dem aufklärerischen Maria-Theresianischen-Schulgesetz
war Johannes Bawart. 148