und der Familie Ritter 1896 seinen Besitzer.
Ludwig Ritter, der Bruder des bekannten Philo
sophen, übernahm den Betrieb und führte ihn
mit seiner Frau Ida, geborene Breuß weiter.14
Unter dem Namen „Frohsinn“ wurde das
Wirtshaus zum politischen Zentrum der Li
beralen in Weiler mit den Brüdern Albert und
Ludwig Ritter an der Spitze. 1916 schloss das
Gasthaus vorübergehend wegen des Kriegsein
satzes des Besitzers. Nach dem Ersten Welt
krieg erweiterte Ida Ritter den Betrieb zu einer
Fremdenpension. Die Mehrzahl der Gäste kam
aus Deutschland und hatte gemäß Prospekt
„arisch“ zu sein. Die I000-Mark-Sperre durch
Hitler-Deutschland brachte um die Mitte der
dreißiger Jahre den Fremdenverkehr zum
Erliegen. Erst nach dem „Anschluss“ florierte
die Pension wieder. Gegen Ende des Zweiten
Weltkrieges stellte der Sohn des Hauses,
Bezirksbauernführer Wilhelm Ritter, die Pension
den zahlreichen Flüchtlingen aus Deutschland
zur Verfügung. Nach deren Ausweisung durch
die französische Besatzung wurde der Pensions
betrieb nicht wieder aufgenommen.
Gasthof „Hanenberg"
Als Karl Halbeisen 1832 beim Generalvikariat
Feldkirch um die Einpfarrung des bis dahin zum
Pfarrsprengel Röthis zählenden Hanenbergs in
den Pfarrbezirk Weiler ansuchte, wurde als Be
rufsbezeichnung angeführt: „Besitzer eines Ho
tels auf dem Hanenberg.“15 Dieser Vermerk bil
det den bisher frühesten Hinweis auf den Frem
denverkehr in der Gemeinde Weiler. Nachdem
der Hanenberg 1850 abgebrannt war, wurde er
Gruß aus dem Gasthaus zur Linde von Leo Ritter in Weiler
Gasthof „Linde“
mit Arbeitern
aus der Fabrik 220