Beschäftigungsentwicklung
Das „Sterben der Landwirtschaft“ verlief in
Weiler parallel zur landesweiten Entwicklung.
Die Industrie und das Bauwesen als die tragenden
Bereiche des sekundären Sektors verzeichneten
zwischen 1981 und 1991 eine Zunahme
von 38 Prozent, was auf eine späte Industrialisierung
der Gemeinde schließen lässt und gegenläufig
zum landesweiten Trend verlief, der
mit vier Prozent rückläufig war. Die höchste
Zunahme verzeichnete im selben Zeitraum der
tertiäre Sektor. Insbesondere schlugen die Beherbergungs-
und Gaststättenbetriebe mit einem
Sprung von 4 auf 18 Beschäftigte in der
Beschäftigungsbilanz positiv zu Buche, gefolgt
vom Bereich Handel und Lagerung, der von 70
auf 119 Arbeitnehmer stieg. Diese Zunahme
lässt sich vor allem auf die beiden großen
Arbeitgeber Weiler Möbel und Farben Morscher
zurückführen.
In Weiler wohnten jedoch mehr Beschäftigte,
als Arbeitsplätze in der Gemeinde vorhanden
waren. Weiler ,,exportierte“ also Arbeitskräfte.
Zwischen 1981 und 1991 verschob sich das
Verhältnis jedoch zugunsten der nach Weiler
einpendelnden Arbeitnehmer.
Die Zahl Auspendler wuchs im selben Maß wie
die Zahl der Beschäftigten am Wohnort. Dies
lässt ein Motiv für den Zuzug in die Gemeinde
Weiler deutlich werden. Die neu zugezogenen
Arbeitnehmer kamen nicht nur wegen neuer
Arbeitsmöglichkeiten, sondern aufgrund der
Wohnqualität der Gemeinde. Die zunehmende
Zahl an Pendlern in die Gemeinde dagegen
belegt die wachsende Bedeutung von Weiler als
Wirtschaftsstandort.
Ein Großteil der Auspendler, nämlich 316 (1981)
bzw. 371 (1991), arbeitete in anderen Gemeinden
des politischen Bezirks Feldkirch. Die Gemeinden
Rankweil (80), Klaus (67), die Stadt
Feldkirch (48) und die Gemeinde Götzis (44)
waren 1981 die bevorzugten Auspendlerziele.
Weiler stellt sich damit als klein- und mittelbetrieblich
strukturierte Wirtschaftsgemeinde mit
hoher Wohnqualität dar.
Weiler wies in den Jahren 1981 und 1991 folgende Beschäftigungszahlen
auf:36
Wirtschaftsabteilung 1981 1991
Änderung %
Primärer Sektor (Landwirtschaft) 9 8 -I 1,1
Sekundärer Sektor (Produzierendes Gewerbe) 191 264 38,2
Tertiärer Sektor (Dienstleistungssektor) 109 180 65,1
Beschäftigte am Wohnort, Auspendler, Einpendler37
Beschäftigte 1981 1991
Änderung %
Beschäftigte am Wohnort 575 715 24,3
Auspendler 440 555 26,1
Einpendler 174 292 67,8 234