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Full text: Weiler. Die Geschichte der Gemeinde Weiler im Vorarlberger Vorderland

2. August 1914 
Allgemeine Einrückung. Gemeinsam mit den Solda­ 
ten von Klaus und der dortigen Schützenmusik 
marschierten die Einberufenen zum Bahnhof Rank­ 
weil. Da die Mobilisierung unmittelbar vor der 
Grumet-Heuernte erfolgte, war die Arbeit der 
Zurückgebliebenen umso strenger. 
24. August 1914 
Im neuen Schulhaus wurde ein achttägiger Sama­ 
riterkurs abgehalten. Man befürchtete bereits, dass 
der Krieg länger dauern würde. 
16. Oktober 1914 
Die Behörden ordneten einen nächtlichen Wache­ 
dienst mit Patroulliengängen in Dorf und Feld an. 
Kronen, die mit 5,5 Prozent verzinst wurden. Die 
Rückzahlung war auf I.April 1920 festgelegt. 
I. Dezember 1914 
Die Vorräte an Getreide, Kartoffeln und Mehl wur­ 
den verzeichnet. 
I. Februar 1915 
Die Schulkinder sammelten Wäsche für die Sol­ 
daten. Gespendet wurden 26 Bettüberzüge, 56 
Leintücher, 49 Kopfkissenüberzüge, 30 Handtücher, 
52 Hemden, 12 Paar Beinkleider, 2 Unterleibchen, 
8 Taschentücher, 2 Verbandrollen und I Stück 
Handbarchend. Diese Sachen lieferte die Gemeinde 
an das Rote Kreuz in Feldkirch ab. 
19. Oktober 1914 
Sterbegottesdienst für den in Olmütz verstorbenen 
Gebhard Summer. Es war nicht nur der erste Krie­ 
gergottesdienst in Weiler, sondern auch der erste im 
ganzen Vorderland. 
3. November 1914 
Für den einrückenden Arzt Dr. Johann Georg Feuer­ 
stein übernahm cand. med. Rudolf Bachmann die 
Impfung in Weiler. 
13. November 1914 
Sammlung zugunsten armer Familien von gefalle­ 
nen Kriegern und Invaliden. 30 Parteien spendeten 
Ehe- und Goldringe, silberne Ketten, Armbänder, 
Kreuze, Rosenkränze, Broschen, Medaillen, Ohrringe 
und Münzen. 
16. November 1914 
Beginn der Zeichnung der ersten Kriegsanleihe. Aus 
dem Ratzbachfonds zeichnete die Gemeinde 2000 
Franz Josef Ludescher und Julius Längle 245
	        
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