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Full text: Weiler. Die Geschichte der Gemeinde Weiler im Vorarlberger Vorderland

zwanziger und dreißiger Jahre gleich Null wa­ 
ren. Dass bei ihnen die Propaganda, welche die 
Hoffnung auf wirtschaftliche Besserstellung 
weckte, auf fruchtbaren Boden fiel, erscheint 
verständlich. Die Maßnahmen, die auch in Wei­ 
ler gesetzt wurden, gaben dieser Hoffnung 
ebenfalls Auftrieb. 
Die Landwirtschaft wurde besonders gefördert 
durch Entschuldungsaktionen, auch der Stra­ 
ßenbau erfuhr Verbesserungsmaßnahmen. Mit 
großem Aufwand baute man eine Seilbahn von 
Weiler nach Fraxern, da dieser Ort eine beson­ 
ders geförderte „Aufbaugemeinde“ war. Dieser 
„Aufbau“ wurde von den 200 Ostarbeitern 
geleistet, die in Fraxern in einem Barackenlager 
untergebracht waren. Die Förderung der bäuer­ 
lichen Bevölkerung ließ sich die nationalsozialis­ 
tische Gemeinderegierung besonders angelegen 
sein, stellte sie doch den größten Anteil an 
Parteimitgliedern. 
Die Hauptklientel an NSDAP-Mitgliedern re­ 
krutierte sich aus Landwirten und kleinen Ge­ 
werbetreibenden. Öffentliche Angestellte und 
Studenten waren ebenfalls stark vertreten, wo­ 
bei durchaus auch Druck oder materielle Aus­ 
sichten eine Rolle gespielt haben dürften. Ein 
Weilerer Bürger begründete 1946 seine Partei­ 
mitgliedschaft und SA-Zugehörigkeit folgender­ 
maßen: ,,Um die Schulgeldermäßigung zum Be­ 
suche der Handelsschule zu erlangen, musste 
ich in die SA eintreten.“40 Der Bürgermeister 
Nationalsozialisten in Weiler39 
Jahrgang männlich weiblich 
1865-1874 4 
- 
1875-1884 6 3 
1885-1894 12 3 
1895-1904 21 
- 
1905-1914 30 3 
1915-1924 5 2 
1925-1934 4 3 
Gesamt 82 
14 
Seilbahn von Weiler nach Fraxern um 1940 260
	        
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