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Full text: Weiler. Die Geschichte der Gemeinde Weiler im Vorarlberger Vorderland

Pfandschaftsverwaltung bis heute. Selbstredend unterlagen die Gebäude in diesem langen 
Zeitraum immer wieder altersbedingten Erneuerungen und Veränderungen, wie letztmals 1990 
durch den derzeitigen Besitzer Viktor Summer. 
Burgweg und -anlage 
Die im Besitz der Familie Summer in Weiler, Burgfeld I, liegende Hauptburg ist ohne große Mühe 
aus verschiedenen Richtungen erreichbar. Alle Wege zu ihr führen über das Burgfeld. 
Der ursprüngliche Burgweg ist bei Betrachtung vom Burgfeldhof, noch besser vom Rütischrofen 
aus, sehr gut im Gelände erkennbar. Er geht nordseits am Hof vorbei in Richtung Fraxern auf den 
nördlichen Hangausläufer des Burghügels, macht oben eine Rechtsbiegung und zieht sich dann an 
der Hügelwestseite bis zur Südseite hin, wo er heute in den Burgkomplex einmündet. Zösmair 
nahm an, dass dies der richtige Weg sei. Er machte allerdings darauf aufmerksam, dass auch auf 
der Nordseite ein Tor gewesen sein könnte.22 
Beobachtungen anlässlich von Bestandsaufnahmen und Vermessungen23 führten zu einem anderen 
Ergebnis. Danach dürfte der Weg im oberen Bereich unmittelbar unter der teils felsigen 
Westseite der Burg nochmals eine Linksbiegung nach Nordosten gemacht haben, um dann an der 
Westseite des nördlichen Vorwerkes oder Burgzwingers durch ein Tor in diesen einzumünden. 
Von dort war die etwa 9 m höher gelegene Hauptburg, durch ein oder mehrere Tore gesichert, 
erreichbar. Eine Betrachtung der Millerschen Burgansicht von Norden24 scheint diese Meinung zu 
erhärten. 
Diese Weganordnung versetzte einen unerwünscht Ankommenden oder einen Angreifer automa­ 
tisch in eine schlechtere Lage. Er trug zwangsläufig auf der der Burg abgewandten Seite seinen 
Schutzschild, während er gleichzeitig mit der Waffenhand auf der Burgseite im Hantieren behin­ 
dert war. 
Vom Mauerwerk der nördlichen Vorburg sind kaum mehr Spuren über der Bodengleiche sichtbar. 
Lediglich steile Außenränder und leichte Bodenwellen deuten auf ihr teilweises Vorhandensein 
unter Tage hin. Am besten erhalten ist das Ringmauerwerk der 9 Meter höher liegenden 
Hauptburg. An der auf einer Schieferfelsunterlage stehenden Nordostecke, ragen 1,45 Meter 
starke Mauerreste auf den Abhangseiten bis zu 5 Meter in die Höhe. Innen sind sie weitestge­ 
hend mit Mauerschutt ausgefüllt. Seine Massen deuten an, daß die Burggebäude entlang der west­ 
lichen und nördlichen Außen- oder Ringmauer standen. Der Palas wird auf der Westseite vermu­ 
tet.25 Dort ist auch die einzige noch gut sichtbare Innen- oder Trennmauer mit einem 
Türausschnitt vorhanden. Daneben liegt ein vierkantig bearbeiteter, zerbrochener Gneisstein, ein 
Stück einer Türseitenleibung oder eines Türsturzes. Südlich dieser Mauer, am tiefsten Punkt der 
auf 760 Meter Meereshöhe thronenden Burg, scheint sich der annähernd 600 m2 große Burghof 
anzudeuten.Weitere Mauern lassen sich innerhalb des Beringes nur noch unter diversen 25
	        
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